Viel Engagement für eine neue Kegelbahn

Von: Anna Petra Thomas
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Peter Jansen testete die Kegelbahn im Raum „Eilandshof“ der Oberbrucher Festhalle als Erster. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg-Oberbruch. Eigentlich sollte alles anders kommen: Nach einem Wasserschaden wird mit einem Jahr Verzögerung in Oberbruch die Kegelbahn eingeweiht und „Eilandshof“ getauft. Bewundernswert war vor allem die hohe ehrenamtliche Anteilnahme an Helfern.

Eigentlich hatte die Interessengemeinschaft (IG) Oberbruch 2020 die Kegelbahn im Untergeschoss der Oberbrucher Festhalle schon vor einem Jahr als letzten Raum wieder in Betrieb nehmen wollen. Doch die Experten, die aus Dortmund gekommen waren, um die Bahn wieder „kegeltauglich“ zu machen, wie es Vorsitzender Josef Füßer nannte, entdeckten einen großen Schaden. „Ein nicht erkannter Wasserschaden hat sie ab dem ersten Drittel mit den Jahren verschimmeln lassen“, erklärte Füßer den Gästen, die jetzt, ein Jahr später, der Eröffnung beiwohnten.

In Absprache mit der Stadt sei dann entschieden worden, eine andere – gebrauchte – Bahn einbauen zu lassen. Doch dann ergab sich erneut ein Problem. „Grundwasser drückte immer wieder in die Bahn“, sagte der Vorsitzende. Ein weiteres halbes Jahr sei vergangen, bis man eine Lösung gefunden habe. Umso mehr freute er sich jetzt, den Gästen der kleinen Feier die Bahn in dem komplett sanierten Raum mit eigener Toilette präsentieren zu können.

Dabei dankte Füßer den Vertretern der Stadt, allen voran Bürgermeister Wolfgang Dieder und dem Ersten Beigeordneten Jakob Gerards, ebenso wie den vielen Ehrenamtlern der IG. Fast alle hätten zunächst beim Abriss der alten Bahn geholfen, sagte er. Hans-Josef Meiers und Robert Knur hätten dann neu tapeziert, Ilias Nikolareas und Frank Ecker den neuen Fußboden verlegt, Friedhelm Hampel und Matthias Graab seien für Strom und Licht zuständig gewesen. Besonders hob der Vorsitzende das Engagement von Meiers hervor. „Er hat die Bahn wieder schön gemacht!“, meinte er und vergaß nicht Matteo Voss, der für passende Graffiti an der Wand gesorgt hatte.

Füßer stellte heraus, dass die Arbeiten an der Kegelbahn wieder eine „herausragende Teamleistung“ gewesen seien und ließ dabei auch Fritz Niehsen, Frank Backhaus, Jens Bengeforth, Manfred Bendels und Norbert Wallrafen nicht unerwähnt. Schnell einig seien sich auch alle bei der Namensgebung gewesen. So wie auch die bisher sanierten Räumlichkeiten der Halle Ortsnamen tragen, sollte das auch bei der Kegelbahn der Fall sein.

Sie heißt jetzt „Eilandshof“, wie das gleichnamige Gehöft am Rande von Oberbruch. Da freute es Füßer natürlich besonders, dass auch dessen Bewohner, Maria und Peter Jansen, zur offiziellen Eröffnung gekommen waren. Es sei bewundernswert, was die IG mit vielen Ehrenamtlern in liebevoller Arbeit geschaffen habe, meinte Maria Jansen. Das habe sich schon bis in ihren Heimatort Haaren herumgesprochen. Es freue sie sehr, dass der Name Eilandshof jetzt Bestand habe, „auch über unseren Tod hinaus“.

Gemeinsam mit ihrem Mann wünschte sie allen Keglern auf der Bahn „Gut Holz“ und allen Vertretern der IG stets den Beistand, Schutz und Segen Gottes.

Das hier seit 2014 geleistete bürgerschaftliche Engagement sei anerkennenswert und beispielhaft, erklärte Bürgermeister Wolfgang Dieder. Geleistet worden sei es von Oberbruchern zudem nicht nur für Oberbrucher, sondern für die Bewohner der gesamten Stadt. Mehr noch habe sich die IG inzwischen auch weiter über die Region hinaus einen Namen gemacht.

„Dafür muss ich tief dankbar sein, und das bin ich auch“, sagte er. Bevor die Eheleute Jansen als erste kegelten, ließ Füßer die Besucher wissen, dass die Ehrenamtler jetzt keineswegs die Hände in den Schoß legen würden. Nach den Sommerferien würden sie im Raum „Grebben“, der 2014 fertiggestellt worden war, mit ihren Renovierungsarbeiten wieder anfangen.

Mieter des Raumes „Kranzes“ im Untergeschoss können die Kegelbahn ab sofort mit buchen. Alleine ist die Kegelbahn nur dann buchbar, wenn der Raum „Kranzes“ nicht vermietet ist. Wie in der Festhalle insgesamt gibt es auch für die Kegelbahn keinen Abnahmezwang. Getränke und Essen können mitgebracht werden.

Ansonsten stehen in einem Kühlschrank Getränke bereit, die nach Verbrauch abgerechnet werden. Die Bahn kostet pro Stunde 15 Euro. Drei Stunden werden mit 40 Euro berechnet. Weitere Informationen und Buchungen findet man im Internet unter www.festhalle-oberbruch.de.

Schließlich bat Füßer noch darum, zwei Veranstaltungstermine der IG vorzumerken: den Aktionstag der IG am Sonntag, 16. Juli, von 11 bis 18 Uhr, und das Wochenende 2. und 3. Dezember mit dem ersten „Indoor-Weihnachtsmarkt“ in der Festhalle. Aussteller können sich auf der Internetseite bewerben.

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