Heinsberg-Dremmen - Viel Beifall für den Dilettanten-Klub

Viel Beifall für den Dilettanten-Klub

Von: agsb
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„Stirb schneller, Liebling“: Diese Kriminalkomödie führte der Dremmener Dilettanten-Klub auf: Dieses Szenenbild zeigt die Killer Carlos und Tamara im Gespräch mit Luise und Susanne. Foto: agsb
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Sie schmiedeten einen gegenseitigen Mordkomplott: Kurt und Paula Kniesebeck landeten dann unfreiwillig nach einem Stromschlag im Reich der Engel. Foto: agsb

Heinsberg-Dremmen. Einen schönen Publikumserfolg verbuchte der Dremmener Dilettanten-Klub mit seiner Kriminalkomödie „Stirb schneller, Liebling“. Es gab am Wochenende in der Mehrzweckhalle des Ortes viel Beifall und mehrfach Szenenapplaus. Die Theatergruppe meldete sich nach einjähriger Spielpause eindrucksvoll zurück.

Ausgesucht worden war eine sehr humorvolle Kriminalkomödie mit doppelten Mordgedanken. Es war ein mörderischer Klamauk, den die Laienschauspieler boten. Das Stück lebte unter anderem von vielen urkomischen Sprüchen.

Die Aufführung begann gleich mit einer Lacher auf beiden Seiten, auf der Bühne und im Zuschauerraum, als es im Text „stotterte“. Petra Chilitis und Rita Jöris schauten sich nach dem „Blackout“ an, mussten dann selbst herzlich lachen; auch das Publikum konnte sich das Lachen nicht verkneifen. Ungewollt war da schon für den ersten Spaß gesorgt worden. Das Publikum wurde bestens unterhalten, erlebte vergnügliche Stunden. Die Laienschauspieler waren mit Leidenschaft im Einsatz und bewiesen ihr komödiantisches Talent. Stark waren alle Mitspieler, wobei für einige die Rolle wie auf den Leib geschnitten war.

Für Lachsalven sorgte Marina Schulze. Sie spielte ein fast blindes und tollpatschiges Hausmädchen. Sie verwechselte den Garderobenständer mit der Hausherrin, schob Fisch statt Ananas durch den Mixer, verwechselte Cornflakes mit einen Puzzle-Spiel und lief dauernd beim Hinausgehen gegen die Wand. Sie war mit ein Stern des Abends – wie auch Iris Knück als Todesengel Tamara. Sie entpuppte sich als echtes James-Bond-Girl. Stark auch und die Ruhe selbst war Butler Johann (Detlef Preuß), der für die erste lustige Pointe im Stück sorgte. Als eine Tasse durch das Zimmer flog und zerdepperte, kam „Johann“ mit Kehrblech und Handfeger herein und sagte: „Herrin, sie haben nach mir gerufen.“

Zum Inhalt des Stücks: Die Ehe von Kurt Kniesebeck (Hans-Josef Voßenkaul) und seiner Gattin Paula (Petra Chilitis) läuft nach Jahrzehnten aus dem Ruder, jeder möchte am liebsten die Blumen auf dem Grabe des Partners begießen. Beide planen einen Auftragsmord. Zwei angebliche Profikiller werden angeheuert und eingeladen, um ihre Opfer in Augenschein zu nehmen. Zunächst rückt Carlos an. Er bietet gleich seine Aktionswoche mit einem Preis von „drei für zwei“ an. „Haben Sie noch mehr, die ich um die Ecke bringen soll, dann wird es billiger“, so Carlos (Günter Bonn). Leider trägt auch Kurts Sexy-Sekretärin und Liebschaft Susanne (Anna Kirisaki-Gellissen) eine rote Tasche und verlässt als Erste das Haus – für Carlos das Zeichen: Sie ist es. Bond-Girl Tamara verwechselt ihre Auftraggeberin mit deren Freundin Luise (Rita Jöris). Diese wiederum hält Tamara für eine Gesundheitsexpertin. ­

Luise sorgt im Stück für Würze, ist immer vor Ort, wenn Paula sie nicht braucht. Das für Tamara verabredete Zeichen ist ein Mann mit Werkzeugkasten. Diesen hatte Kurt zwar in Händen, aber kurz vor dem Hinausgehen aus der Haustür an Hausmeister und Katastrophenklempner Giovanni (Andreas Jöris) übergeben.Andreas Jöris spielte ebenfalls exzellent – mit urkomischen Sprüchen; unter anderem: „Der Chefe ist tiefer gelegt worden“ – gemeint war da die spätere Beerdigung. Und da mischt noch Kurts Schwester Caroline (Brigitte Voßenkaul) mit; sie nimmt Männer auch gebraucht und in Hülle und Fülle, wechselt ihre Liebschaften schneller als die Garderobe.

So folgen ein mörderischer Mordkomplott mit Verwechslung, Verwirrung, Humor und eiskalten Gags ohne Ende. Am Ende hat Giovanni die Idee des Lebens, aber durch einen Stromschlag finden sich Kurt und Paula Kniesebeck dann im Himmel wieder. Und es erklingt die Stimme Gottes: „Im nächsten Leben kommt ihr wieder zusammen, ich will doch was zu lachen haben.“ Und auch die Zuschauer erlebten einen köstlichen Spaß.

Regie führte bei dieser Aufführung des Dremmener Dilettanten-Klubs Brigitte Voßenkaul, als ­Souffleusen waren Hans, Miriam und Patricia Voßenkaul aktiv, für das Bühnenbild zeichnete Stephan Knück verantwortlich.

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