Vertreterversammlung stellt Weichen für Volksbank-Fusion

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Erkelenz. Die Vertreterversammlung der Volksbank Erkelenz eG stand ganz im Zeichen der Beschlussfassung zur Verschmelzung mit der Volksbank Mönchengladbach eG.

Die Vertreter der Volksbank Erkelenz eG haben dabei in der Stadthalle einstimmig für die Fusion mit der Volksbank Mönchengladbach eG votiert.

Der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Erkelenz, Dr. Veit Luxem, sagte nach der Entscheidung: „Ich bedanke mich für Ihr Vertrauen, das war eine gute Entscheidung. Die Fusion schafft die erforderlichen Grundlagen, um unseren Förderauftrag gegenüber unseren Mitgliedern weiterhin zuverlässig, wirtschaftlich nachhaltig und persönlich erfüllen zu können. Sie ist der richtige Schritt in die Zukunft.“

„Vorbehaltlich der noch ausstehenden Zustimmung in der Vertreterversammlung in Mönchengladbach am Donnerstag entsteht rückwirkend zum 1. Januar 2017 eine der größten Volksbanken am Niederrhein, wobei die regionale Verwurzelung die oberste Priorität habe“, so die Aufsichtsratsvorsit-zende Marita Schlupkothen.

Beide Institute haben zusammen rund 26.500 Mitglieder und verfügen über eine Bilanzsumme von knapp 1,8 Milliarden Euro. Die neue Volksbank wird neben dem Verwaltungshauptsitz in Neuwerk und Vorstandssitz in Erkelenz an 24 Filialen und 15 SB-Standorten mit insgesamt 57 Geldausgabeautomaten regional vertreten sein.

Zuvor konnte Dr. Luxem im Vorstandsbericht über eine gute Entwicklung der Volksbank Erkelenz berichten. So stieg 2016 die addierte Bilanzsumme des Instituts um sechs Prozent auf 732 Millionen Euro. Um 3,4 Prozent auf 1,52 Milliarden Euro wuchs das Gesamtkundenvolumen. Hierin sind die Kundeneinlagen und -kredite aus den eigenen Büchern genauso enthalten wie die an Verbundpartner vermittelten Spar- und Darlehensverträge.

In der eigenen Bilanz der Bank findet sich zum Stichtag 31. Dezember 2016 ein Plus von 2,3 Prozent auf 526 Millionen Euro bei den Krediten an Privat- und Firmenkunden. Dabei verteilen sich die ausgeliehenen Gelder zu ähnlich gleichen Teilen auf Unternehmenskredite und Immobilienfinanzierungen.

Der Zuwachs sei deshalb besonders bemerkenswert, weil die erfolgreiche Wirtschaft vor Ort aktuell intensiv tilge. Bei der Finanzierung neuer Projekte sei die Genossenschaftsbank entsprechend stark engagiert: „Wir kommen unserer Aufgabe als Motor des heimischen Mittelstandes intensiv nach“, so Luxem: „Auch hier liegen wir deutlich über unseren Planzahlen.“

Woher das Geld für die Investitionen in die Immobilienaktivitäten und mittelständischen Unternehmen kommt, zeigten die Kreditgenossen ebenfalls auf: 5,6 Prozent mehr Spargelder als im Vorjahr vertrauten die Mitglieder und Kunden ihrer Volksbank an. Damit findet sich jetzt der Höchstwert von 567 Millionen Euro in ihrer Bilanz. Bei der Vermittlung von Vorsorgeprodukten griffen die Menschen in der Region besonders bei Fonds von Union Investment und bei Bausparverträgen zu. Das Gesamtvermögen aller Kunden stieg um 4,22 Prozent auf 900 Millionen Euro an.

Luxem sieht in der aktuellen Niedrigzinspolitik derzeit gleich mehrere negative Folgen für die Region. Er befürchte beispielsweise, dass die Altersarmut zunehme und damit die kommunalen Haushalte durch mehr soziale Leistungen belastet würden, betonte er bei der Vertreterversammlung. Jetzt sei schon klar, dass in der Niedrigzinsphase die Erträge aller Regionalbanken sinken würden. Die Folge: Jedes regionale Institut müsse Strategien entwickeln, wie es seine Kosten senke und seine Einnahmen erhöhe.

Bei den Erträgen könne die Genossenschaft auf ein ähnliches Ergebnis wie im Vorjahr blicken, so Luxem. Nach Steuern in Höhe von 2,5 Millionen Euro weist die Bank einen Jahresüberschuss von 2,35 Millionen Euro aus. Aus diesem Jahresüberschuss werde mit der Zustimmung durch die Anteilseigner eine Dividende von 6 Prozent gezahlt.

Ihr hartes Kernkapital – bestehend aus Geschäftsguthaben, Rücklagen und Fonds für allgemeine Bankrisiken – wird das Institut entsprechend den steigenden gesetzlichen Anforderungen deutlich ausbauen. Nach Beschluss der Vertreterversammlung zur Gewinnverwendung steigt das Eigenkapital auf 93,8 Millionen Euro, ein Plus von 8,7 Millionen Euro.

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