Verkehrspolitik: SPD befürchtet mehr Gefahren

Von: red
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Erkelenz. Die Pläne der Ratsfraktionen von CDU, FDP und Freien Wählern/UWG, den Verkehr über die Kölner Straße entgegen der jetzigen Fahrtrichtung zu führen, dort weitere Parkplätze zu schaffen und das Kölner Tor einseitig für den Verkehr zu öffnen, ruft die Erkelenzer SPD auf den Plan.

Ortsvereinsvorsitzender Dieter Spalink warnt davor, dass die Umsetzung solcher Pläne „in einer schon dramatisch zu bezeichnenden Weise die Einkaufs- und Aufenthaltsqualität in unserer Stadt“ beschneide. Die „neue konservative Allianz“ wolle aus der Kölner Straße „jetzt einen Erkelenzer ‚Avus‘, eine innerstädtische Rennstrecke mit individuellen Boxenstopps vor den Geschäften, machen“.

Zudem: „Die CDU-Gemeinschaft macht mit ihren Anträgen auch deutlich, dass es höchste Zeit ist, den veralteten Verkehrsentwicklungsplan, fortzuschreiben. Das hätte schon längst geschehen müssen“, kritisiert Spalink auch mit Blick auf das derzeit in den Ratsgremien diskutierte Vorhaben, auch auf dem Johannismarkt – in den Wintermonaten – Parkplätze zu schaffen.

„Wir von der SPD haben die Anträge aus den Jahren 2006 und 2010 für eine fahrradfreundliche Stadt und die Erarbeitung eines Klimaschutzkonzeptes nicht gestellt, um jetzt von den Konservativen wieder zehn Jahre zurückgeworfen zu werden.“ Die aktuellen Anträge beschränkten den fußläufigen Verkehr auf der Kölner Straße, gefährdeten eine harmonische Stadtentwicklung und würden zusammen mit der geplanten Unterführung an der Anton-Raky-Allee nicht nur deutlich mehr Verkehr ins Stadtzentrum bringen, „sondern auch mehr Gefahren für Fußgänger und Fahrradfahrer“, betont SPD-Fraktionschef Rainer Rogowsky.

„Wir wollen deshalb ein neues Parkraumkonzept, das bedarfsgerecht ist, sich wieder am verkehrsplanerischen Leitbild der Stadt und zugleich an den Zielen des kommenden Klimaschutzkonzeptes orientiert. Damit werden wir den Verkehrsteilnehmern und Verkehrsteilnehmerinnen und allen Belangen der Stadtentwicklung gerecht, und nicht nur den einseitigen Interessen des Gewerberings“, so Rogowsky.

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