Verkehrslärm sorgt für Ärger

Von: Helmut Wichlatz
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Zu viel Lärm? An der Bundesstraße 57, im Bereich der L 227, beschweren sich die Anwohner über eine zu große Geräuschkulisse. Foto: Wichlatz

Erkelenz. Im Bezirksausschuss Mitte sind die Anliegen von Bürgern diskutiert worden, die sich über Verkehrslärm beschwerten. Zum Beispiel sorgt die neue Verbindung zwischen der B 57 und der L 227 für Unmut bei den Anwohnern. Sie sehen sich seit Inbetriebnahme der Verbindungsstraße und der Ampelanlage im Mai vermehrt mit der Geräuschkulisse bremsender oder beschleunigender Fahrzeuge konfrontiert, wo bisher ein eher gleichmäßiges Rauschen des Verkehrs herrschte.

Die Anwohner hatten den Verkehrslärm selbst gemessen und berichteten in einem Schreiben an den Landesbetrieb Straßenbau NRW und die Stadt Erkelenz von Spitzenwerten um die 110 Dezibel. Seitens der Stadtverwaltung wurden die Bürger darauf hingewiesen, dass die Zuständigkeit bei Bund und Land liege, berichtete der Ausschussvorsitzende Klaus Steingießer (CDU).

Auf diese Position dürfe sich der Bezirksausschuss jedoch nicht zurückziehen, betonte er und erklärte: „Wir fühlen uns für die Bürger verantwortlich.“ Daher beschloss der Ausschuss einstimmig, den Landesbetrieb Straßenbau NRW um eine Lärmmessung zu bitten, um zunächst belastbare Ergebnisse zu bekommen.

Die Anwohner forderten in ihrem Schreiben die Errichtung einer Lärmschutzwand. Das Schreiben hat den Landesbetrieb mittlerweile erreicht. Derzeit werde eine Lärmberechnung erstellt, um den Anwohnern schnell eine Antwort erteilen zu können, hieß es auf Nachfrage.

Wichtiger Zubringer

Auch an der Tenholter Straße sind die Anwohner unzufrieden. Neben dem Verkehrslärm beklagen sie vor allem gefährliche Verkehrssituationen und fordern ebenfalls ein Handeln der Stadt. Im Bezirksausschuss wurden Ideen diskutiert, wie man die Belastungen durch den Verkehr reduzieren könnte.

Die stark befahrene Straße sei ein wichtiger Zubringer für die Innenstadt und zum Krankenhaus, betonte Steingießer. Daher seien bauliche Veränderungen wie Schweller oder ein Kreisverkehr kaum zu realisieren, war sich auch Ulrich Wendt (Grüne) sicher. Vielmehr müsse man auf Kontrolle und Einsicht der Autofahrer setzen. Auch über die Anschaffung einer eigenen Radarmessanlage durch die Stadt könne man nachdenken.

Katharina Salentin (CDU) plädierte für die dauerhafte Installation einer Anzeigetafel, die den Autofahrer über seine Geschwindigkeit informiert. Andreas Dahlke von der SPD regte eine Verkehrsmessung und -zählung an, um eine Basis für die weitere Diskussion zu erhalten. Darauf einigte sich der Ausschuss.

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