Erkelenz - Verkehr-Arbeitskreis hat auch im neuen Jahr viele Ziele

Verkehr-Arbeitskreis hat auch im neuen Jahr viele Ziele

Von: red
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Umstrittene Querungshilfen: die Rampen in der Südpromenade, hier am Café Inclusio. Foto: Stefan Klassen
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Ziel für 2017: ein barrierefreier Zugang für die Post an der Kölner Straße. Foto: Stefan Klassen
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Engpass: die Bahnunterführung der Mühlenstraße. Foto: Stefan Klassen

Erkelenz. „Wir sind dabei“ – barrierefrei“ – unter diesem Motto hat der Arbeitskreis (AK) ÖPNV und Verkehr im Runden Tisch der Stadt Erkelenz Bilanz der Arbeit im vergangenen Jahr gezogen.

Die Mitglieder des AK ÖPNV und Verkehr unterstützen nach Angaben von Sprecher Klaus Labahn aktiv auch den Teilhabekreis, in dem sich Menschen mit und ohne Behinderung für eine Verbesserung der Lebensqualität einsetzen. Unter Schirmherrschaft von Landrat Stephan Pusch wurden 2016 in einer großen Veranstaltung öffentliche Einrichtungen, Betriebe und Geschäfte mit einer Plakette „Barrierefrei“ ausgezeichnet.

Zuvor hatten sich Schüler und Menschen mit Handicap gemeinsam an einer Fragebogenaktion beteiligt, die nach fachkundiger Auswertung zur Auszeichnung führte. In der Stadt Erkelenz kamen von 51 Fragebogen 31 in den Rücklauf, davon erhielten 23 Einrichtungen die Plakette.

Beschwerden

In enger Zusammenarbeit mit dem Behindertenbeauftragten der Stadt Erkelenz, Andreas Ullmann, wurden im vergangenen Jahr unter anderem Behindertenparkplätze neu eingerichtet und auch die Querungshilfen in der Südpromenade nachgebessert. Zuvor hatte sich der Arbeitskreis mit Beschwerden über die Anrampungen dieser Querungshilfen in der Südpromenade, die insbesondere für Zweiradfahrer gefahrvoll gewesen seien, beschäftigt. Auch defekte Aufzüge und Verunreinigungen im Tunnel des Erkelenzer Bahnhofs waren Thema.

Über zunehmenden Lärm durch die Bundesautobahn 46 klagen die Anwohner des Flachsfeldes und der angrenzenden Ortschaften. Der Lärm werde sich, so wird befürchtet, nach dem Anschluss der A 46 an das Autobahnnetz der Niederlande im kommenden Frühjahr noch verstärken. Ein Gespräch über Lärmschutzmaßnahmen (Geschwindigkeitsbegrenzung, Lärmschutzwand) ist laut Klaus Labahn beim Landesbetrieb Straßen NRW vorgesehen.

„Die Stadt Erkelenz teilte zu diesem Thema mit, dass zur Ermittlung der Lärmbelästigung nach der Lärmkartierung 2017 beabsichtigt ist, eine gutachterliche Ausarbeitung in Auftrag zu geben, die insbesondere die Frage beantworten soll, ob und wie eine Lärmaktionsplanung in der Stadt Erkelenz aussehen kann“, so der Arbeitskreis-Sprecher.

Auf Anregung des Arbeitskreises fand 2016 eine Bürgerinformation zum Thema „Erneuerung des Eisenbahntunnels an der Mühlenstraße“ statt, zu dem die SPD-Stadtratsfraktion eingeladen hatte. Die Informationsveranstaltung fand seitens der Bürger großen Zuspruch. Labahn: „Zwischenzeitlich ist das Projekt wegen fehlender Fördergelder ad Acta gelegt.“

Einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit leiste der Arbeitskreis „Fahrradfreundliche Stadt“, der seinerzeit auf Bestreben des Arbeitskreises ÖPNV und Verkehr eingerichtet worden war, heißt es in der Jahresbilanz. So wurden Schutzstreifen an Kreuzungen und Einmündungen markiert und Fahrradspuren auf stark frequentierten Straßen angelegt, Bordsteine abgesenkt und der Fahrradtourismus gefördert. Nach langwierigen Gesprächen konnte erreicht werden, dass zur Sicherung des Schulweges ein Radweg von Bellinghoven nach Erkelenz angelegt wurde. Des Weiteren ist ein gemeinsamer Fuß- und Radweg entlang der Landstraße 19 zwischen Erkelenz und Kückhoven in Planung.

Ein breites Spektrum umfasste das Thema Öffentlicher Personennahverkehr. Mit dem Betriebsleiter der West-Verkehr GmbH, Udo Winkens, wurden die Erweiterung des Liniennetzes und die Einrichtung von Haltestellen, beispielsweise an der Seniorenresidenz, die Einbeziehung von Hetzerath in den Linienverkehr, die Beförderung von Menschen mit Handicap oder die Sauberkeit von Haltestellen diskutiert.

Positive Ansätze

„Die Bemühungen, einen einheitlichen Tarif zwischen dem Aachener Verkehrsverbund (AVV) und dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) zu schaffen, waren bisher wenig erfolgversprechend“, so Labahn. Neuerdings seien indes positive Ansätze im Tarifbereich – wie das Seniorenticket des AVV – zu erkennen.

Labahn betont: „Wenn auch nicht alle Projekte eine zufriedenstelle Lösung fanden, so wird sich der Arbeitskreis weiterhin für eine verkehrsberuhigte Innenstadt mit weniger Parkplätzen aber mehr Barrierefreiheit einsetzen.“ Ziele seien etwa ein barrierefreier Zugang zur Post an der Ostpromenade, eine Behindertentoilette auf dem Markt und ein sauberer Bahnhof mit funktionsfähigen Aufzügen.

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