Vereinbarung soll Schutz von Kindern verbessern

Von: hewi
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In der Erkelenzer Stadtverwaltung wurde eine Vereinbarung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen unterzeichnet. Foto: Koenigs

Erkelenz. Die Stadt hat mit den Trägern der drei offenen Freizeiteinrichtungen im Stadtgebiet eine Vereinbarung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen unterschrieben. Auf diese Vorgehensweise hatten sich die fünf Jugendämter im Kreis auf Basis einer Empfehlung der Jugendämter in der Städteregion Aachen geeinigt. Beschlossen wurde sie im Jugendhilfeausschuss Ende 2013.

Die Vereinbarung sieht vor, dass die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses für Personen im betreuenden Umgang mit Kindern und Jugendlichen verpflichtend wird. Dadurch sollen einschlägig vorbestrafte Personen von der Wahrnehmung von Aufgaben in der Kinder- und Jugendbetreuung ferngehalten werden, erklärte der Erste Beigeordnete Dr. Hans-Heiner Gotzen bei der Unterzeichnung der Vereinbarung im Sitzungssaal des Rathauses.

Diese Vereinbarungen sind im seit Anfang 2012 geltenden Bundeskinderschutzgesetz vorgesehen und sollen dazu beitragen, Gefährdungen des Kinderwohls vorzubeugen. Die Vereinbarung sei das Ergebnis eines guten Abstimmungsprozesses, erklärte Gotzen. Eine Mustervereinbarung war über die Landesjugendämter mit den Trägern der Jugendarbeit abgestimmt worden.

„Wir ziehen mit den öffentlichen Jugendeinrichtungen und den Ehrenamtlern an einem Strang“, betonte er. „Missbrauch und Gewalt darf in der Jugendarbeit kein Boden gegeben werden.“ Auf keinen Fall solle das Engagement der Ehrenamtler „unter Generalverdacht gestellt“ werden, betonte Gotzen. „Wir müssen aber trotzdem genau hinschauen.“ Und dazu können auch die Träger durch Aufklärung beitragen.

Auch 22 Vereine machen mit

Deshalb sieht die Vereinbarung auch vor, dass sie Präventionskonzepte erarbeiten und ihre Ehrenamtler durch Schulungen qualifizieren. Dieser Aufgabe sei man sich bewusst, erklärte Manfred Kolp, der für die katholische Kirchengemeinde als Träger des „Katho“ bei der Unterzeichnung anwesend war. „Wir sehen das nicht als lästigen Akt an“, erklärte er. „Derartige Schulungsangebote machen wir heute schon mit Haupt- und Ehrenamtlern.“ Durch die Vereinbarung werde das gemeinsame Anliegen „offiziell“. Dies konnte auch Herbert Standke von der Evangelischen Kirchengemeinde nur unterstreichen. Diese ist Träger des evangelischen Jugendzentrums an der Mühlenstraße.

Jugendamtsleiter Klaus Bürger wies auf die gute Zusammenarbeit mit den Trägern hin, die im Vorfeld bei der Umsetzung der Vereinbarung eng mit dem Amt zusammengearbeitet hatten. Was bei den anerkannten Trägern Pflicht ist, beruht bei den Vereinen auf Freiwilligkeit. Mittlerweile haben 22 Vereine mit Jugendarbeit in Erkelenz die Vereinbarung unterschrieben. „Wir wollen niemandem die Pistole auf die Brust setzen“, erklärte Gotzen. „Unser Ziel ist aber, dass alle Vereine die Vereinbarung unterzeichnen.“ Dafür rührt auch Franz Thiel vom Stadtsportbund gemeinsam mit dem Kinderschutzbund in Erkelenz eifrig die Werbetrommel.

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