„Verein(t) Leben retten“: Fußballer rufen zur Blutspende auf

Von: Anna Petra Thomas
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Nazim Yildirim hat die Aktion „Verein(t) leben retten“ organisiert. Damit ruft der 1. FC Heinsberg-Lieck Vereine und Einzelpersonen zur Blutspende auf. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Der 1. FC Heinsberg-Lieck möchte dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) zu mehr dringend benötigten Blutspenden verhelfen. Dazu haben die Seniorenspieler des Vereins das Projekt „Verein(t) Leben retten“ gestartet. Für Donnerstag, 2. Februar, rufen sie alle Vereine und engagierte Bürger aus Heinsberg und Umgebung dazu auf, sich zwischen 16 und 20 Uhr in der Heinsberger Realschule an der Aktion zu beteiligen.

Auslöser der Initiative, die Nazim Yildirim, Spieler der zweiten Mannschaft des Fußballclubs federführend organisiert, war die Tombola für die Weihnachtsfeier der Seniorenspieler. Als er in der Stadt unterwegs gewesen sei, um Gutscheine für die Verlosung zu sammeln, habe ihn eine Spenderin gefragt, was denn mit dem Erlös geschehen solle.

„Eigentlich muss man ja in einem Kreisligaverein, wie wir es sind, jeden Cent umdrehen“, sagt Yildirim. „Aber für uns war dennoch sofort klar, dass wir das Geld, insgesamt 700 Euro, nicht in die Vereinskasse tun, sondern es einem guten Zweck zur Verfügung stellen würden.“

Persönliche engagieren

„Aber Geld spenden kann jeder“, sagt er. „Wir wollten uns dann auch noch persönlich engagieren.“ So sei die Idee der Blutspende als Verein gekommen. „Wir haben die Freude zu leben, wir sind gesund, wir können Sport treiben“, sagt er. „Diese Freude hat nicht jeder. Aber sie zu teilen, kostet uns nichts.“ Yildirim weiß, wovon er spricht, denn er war schon zwei Mal für die Bundeswehr als Soldat in Afghanistan. Auch dort habe er Geld gesammelt und Lernmaterial für die Schülerinnen einer Mädchenschule gekauft, erzählt er. „Das war das Schönste, was ich bisher habe tun können in meinem Leben.“

Alle Vereine im Stadtgebiet von Heinsberg und darüber hinaus alle Fußballvereine im Kreisgebiet will er auch noch mit einem persönlichen Schreiben zu der Blutspende-Aktion für Vereine einladen. „Jede Blutspende kann Leben retten“, heißt es in seinem Brief. „Umso wichtiger ist es, dass es Menschen gibt, die Blut spenden. Denn der Blutbedarf steigt nach wie vor.“ Blut könne nicht künstlich hergestellt werden, daher seien Blutspenden lebenswichtig. Allein in Deutschland würden Tag für Tag rund 15.000 Blutspenden benötigt.

Im Team geht es leichter

Doch die Bereitschaft, das zu spenden, was man selbst in einer lebensbedrohlichen Situation dringend benötige, sei immer noch gering. „Umso wichtiger ist es, dass es genug Menschen gibt, die nicht nur Blut, sondern eben auch Mut und Freude spenden“, schreibt Yildirim den Vereinen und hofft auf eine große Teilnahme an der Aktion.

Alleine an einer solchen Aktion teilzunehmen, vielleicht sogar zum ersten Mal, koste sicherlich Überwindung, sagt er. Es zusammen mit Vereinsfreunden zu tun, sei da doch schon viel einfacher. „Wenn man einmal da ist, ist das Eis gebrochen“, verspricht er. Doch natürlich sei auch jeder einzelne Bürger eingeladen, der sich engagieren wolle, fügt er hinzu.

Ihre persönliche Unterstützung für die Initiative zugesagt hätten zudem schon der die Bürgermeister von Heinsberg und Erkelenz. Gesprächstermine gebe es schon mit dem Landrat und mit dem Bürgermeister von Geilenkirchen, berichtet Yildirim weiter. Zudem wolle die Kreissparkasse mit ihrem Espressomobil bei der Blutspende-Aktion dabei sei.

Die Summe des ursprünglich bei der Tombola eingenommenen Geldes, quasi der Auslöser für „Verein(t) Leben retten“, hat sich dank der Rührigkeit Yildirims inzwischen sogar von ehemals 700 auf 2000 Euro erhöht. Jeweils 1000 Euro wollen die Spieler jetzt parallel zur ihrer Blutspende-Aktion den Tafeln in Heinsberg und Oberbruch spenden.

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