Hückelhoven - Vandalen im Besucherbergwerk: Ein Bild der Zerstörung

Vandalen im Besucherbergwerk: Ein Bild der Zerstörung

Von: Ingo Kalauz
Letzte Aktualisierung:
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Mutwillig zerstört: Detlef Stab (l.) und Ludwig Gurniak vom Förderverein Schacht 3 stehen vor einer Spur der Verwüstung. Einbrecher haben im Besucherbergwerk großen Schaden angerichtet. Foto: Ingo Kalauz
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Die Pissoirs zerschlagen. Die Einbrecher haben der Einrichtung mit roher Gewalt zugesetzt. Foto: Ingo Kalauz

Hückelhoven. „Wer macht sowas. Und warum?“, fragt Detlef Stab, der Vorsitzende des Fördervereins Schacht 3. „Der rein materielle Schaden liegt schon bei ein paar tausend Euro“, sagt Ludwig Gurniak, sein Stellvertreter. Die beiden stehen vor dem Materialcontainer am Besucherbergwerk an der Sophiastraße unter dem Förderturm auf dem Gelände von Schacht 3.

Unbekannte waren, nachdem sie eine Sicherheitsscheibe eingeschlagen hatten, in der Nacht zum Samstag, 5. August, in den Container eingedrungen und hatten anscheinend wahllos, dafür aber umso mutwilliger Dinge mit brachialer Gewalt zerstört.

Sie haben in der Toilette des Container die beiden Pissoirs zerschlagen, auf die Spiegel eingedroschen, die Schränke demoliert; sie haben drei Feuerlöscher aus den Verankerungen gerissen und sie in einem Kleinlastwagen, der auf dem Gelände steht und den sie vorher die Scheiben eingeschlagen und ihn so aufgebrochen haben, versprüht; sie haben im Materialcontainer den Laborkasten eingehauen und die Säure, die die ehemaligen Kumpel für ihre Lampen brauchen, verschüttet; sie haben ein Fenster aus der Verankerung gerissen und die Sicherheitsglasscheiben in den Eingangstüren zertrümmert – es ist ein Bild der Zerstörung, das sich den ehemaligen Bergleuten bei Tageslicht bot.

„Die Kripo hat heute Morgen Fußabdrücke und auch Blutspuren gesichert“, sagt Stab. Er und Ludwig Gurniak hoffen, dass diese Spurensicherung der erste Schritt zur Ergreifung der Täter ist. „Vergangene Woche waren schon einmal Unbekannte auf dem Gelände und haben die Türen mit Farbe beschmiert“, sagt Gurniak.

Die beiden stehen ebenso ratlos wie fassungslos vor den überall herumliegenden Trümmern. Eines aber ist für sie ganz sicher: Die geplanten und fest gebuchten Führungen durch das Besucherbergwerk werden wie geplant über die Bühne gehen. Davon wollen sie sich nicht abbringen lassen.

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