Up-Cycling : Altes veredeln und so einen neuen Look kreieren

Von: Johannes Bindels
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Das sind sie! Oben die Mitglieder der Workshop-Gruppe mit Gina Kalf und Sandy Albring (Mitte) bei der Ausstellung ihrer Exponate im Begas-Haus und unten die neuen Oberteile geschneidert aus alten Stücken. Foto: Johannes Bindels
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Das sind sie! Oben die Mitglieder der Workshop-Gruppe mit Gina Kalf und Sandy Albring bei der Ausstellung ihrer Exponate im Begas-Haus und unten die neuen Oberteile, geschneidert aus alten Stücken. Foto: Johannes Bindels
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Das sind sie! Oben die Mitglieder der Workshop-Gruppe mit Gina Kalf und Sandy Albring bei der Ausstellung ihrer Exponate im Begas-Haus und unten die neuen Oberteile, geschneidert aus alten Stücken. Foto: Johannes Bindels

Heinsberg. Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 des Kreisgymnasiums Heinsberg präsentierten jetzt die Arbeitsergebnisse eines einwöchigen Workshops zum Thema Mode- und Textildesign im Begas-Haus.

Ein Up-Cycling-Workshop mit der Kölner Textil-Designerin und Künstlerin Gina Kalf vermittelte technische Fertigkeiten zur Erstellung von Kleidungsstücken aus alter Kleidung. Neben der Kreativität sollte Bewusstsein dafür geschaffen werden, das Augenmerk auf die Nachhaltigkeit der Bekleidungsindustrie zu richten.

Neu erschaffen

Up-Cycling stehe für das veredelte Wiederverwerten von alten Kleidungsstücken, indem diese in neuer Zusammensetzung unter Verwendung von Pailletten und weiteren Materialien neu gestaltet werden, erläuterte die Projektleiterin Gina Kalf. „Kauf nicht neu, sondern erschaffe neu“ war auch schon Themenschwerpunkt des Workshops am Kreisgymnasium Heinsberg im vergangenen Jahr gewesen.

Das Projekt „Textile Art Fashion Today“ (Taft) habe dieses Jahr eine Fortsetzung als „Taft2! Untragbar?“ erfahren, ergänzte die betreuende Lehrkraft der Schülergruppe, Sandy Albring. Die Gruppe bestand aus 14 Mädchen und einem Jungen, die sich intensiv auf das Projekt „aus alt mach neu“ vorbereiteten. Exkursionen in Secondhand-Läden sowie in das Begas-Haus, um sich vor Ort mit dem Ausstellungsraum vertraut zu machen und die Präsentation zu planen, ergänzten die Inhalte des Workshops.

Über die Auseinandersetzung mit dem Thema lernten die Schülerinnen und Schüler neue fachsprachliche Begriffe wie „Up-Cycling“ oder „Moodboard“ kennen, welches als wichtiges Arbeits- und Präsentationsmittel in Kommunikations- und Designberufe genutzt wird. Ein Moodboard ist ein möglichst großer Kartonbogen, auf den Fotos, Zeichnungen, Materialien und kurze Texte aufgebracht werden.

Von orientalischen Motiven inspiriert, maritime Anklänge verarbeitend, Folklore-Motive umsetzend oder auch aktuell von der Fußball-EM beeinflusst, reichten die Ideen für die neugestalteten Kleidungsstücke. Selbstverständlich waren die zuvor erstellten Moodboards ebenso ausgestellt. Die Mitschüler aus den neunten Klassen begleiteten die Eröffnung der Ausstellung und wertschätzten durch ihre Anwesenheit die Arbeit der Gruppe.

Berufsvorbereitung

Aus den gemachten Workshop-Erfahrungen erwachse nicht selten auch das Interesse an den damit verbundenen Berufen. Das sei ein Baustein der Berufswahlvorbereitung, bestätigte die Leiterin der Bleiberger Fabrik in Aachen, Sibylle Keupen, im Gespräch.

Die Bildungseinrichtung ist Kooperationspartner des Kreisgymnasiums Heinsberg und Trägerin des Taft-Projektes. „Ich bin tief beeindruckt, was ihr in einer Woche geschaffen habt“, lobte Keupen Team und Schülergruppe. Mit dem Begas-Haus erhalte die Präsentation eine neue Qualität. Dafür dankten die Beteiligten der Museumsleiterin Dr. Rita Müllejans-Dickmann.

„Die Ausstellung ist noch bis zum 18. August zu besichtigen. Bringt eure Freunde, Verwandten und Bekannten mit, um eure sehenswerten Werke zu zeigen. Für die Schüler des Kreisgymnasiums ist dann der Eintritt frei“, gab Müllejans-Dickmann den Dank zurück.

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