Erkelenz-Keyenberg - Unter den Keyenberger Umsiedlern regt sich Unmut

Unter den Keyenberger Umsiedlern regt sich Unmut

Von: Helmut Wichlatz
Letzte Aktualisierung:
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In Keyenberg (neu) entstehen derzeit die ersten Häuser. Einige Umsiedler beklagen zu tief liegende Grundstücke. Foto: Stefan Klassen

Erkelenz-Keyenberg. Der Bezirksausschuss Keyenberg nimmt derzeit die Funktion des Bürgerbeirates als Anlaufstelle der Umsiedler wahr. Ein solches gewähltes Gremium ist derzeit bei der Umsiedlung von Keyenberg, Kuckum, Berverath sowie Unter- und Oberwestrich nicht vorhanden.

Der Bezirksausschuss nimmt die Funktion in Absprache mit der Stadt wahr. Mehrmals pro Jahr sollen die Umsiedler Gelegenheit bekommen, Themen zu diskutieren und Anregungen zu geben. Diese werden gesammelt und mit der Stadt besprochen. Im Anschluss an die Sitzung des Bezirksausschusses in der Keyenberger Grundschule fand eine solche Fragestunde statt.

Die anwesenden Umsiedler berichteten von Problemen bei der notariellen Beglaubigung der Verträge und von zu tief liegenden Grundstücken am Neubaustandort. Viele Umsiedler hätten beim Kauf des Grundstückes auch nicht gewusst, dass es im Vergleich zur Straßenhöhe so tief liege und auf eigene Kosten aufgeschüttet und verdichtet werden müssen, um Straßenniveau zu bekommen. Dies seien Kosten und Arbeiten, auf denen die Umsiedler „sitzenbleiben“. Man habe das Gefühl „die Katze im Sack“ zu kaufen, hieß es von Seiten der Umsiedler.

„Gefühlt drei Viertel der Grundstücke liegen unter Straßenniveau“, sagte der Ausschussvorsitzende Hans-Josef Dederichs. Dies müsse vor Ort jedoch genau geprüft werden, bevor man sich konkret an RWE wende. Fraglich sei, weshalb die Straße so hoch angelegt worden sei. Vielleicht sei das Areal von Anfang an falsch erschlossen worden, erklärte ein Umsiedler und verwies auf den falschen Standort des Überlaufbeckens.

Eine Folge der feuchten und zu tief liegenden Grundstücke sei, dass viele Umsiedler wieder vom Kauf zurücktreten und die Grundstück wieder zurückgegeben würden, da sie keinen „wertgleichen Ersatz“ für die Grundstücke in den alten Orten darstellten. „Die Grundstücke kann RWE später nur im Sommer verkaufen, wenn es nicht regnet“, sagte Dederichs scherzhaft. Vielen Umsiedlern ist derzeit aber nicht zum Scherzen zumute.

Ein weiteres Thema sei die Sicherheit sowohl am alten als auch am neuen Standort. Gefordert wird ein Sicherheitsdienst, der Sorge trägt, dass frisch installierte Badkeramik oder Anlagen nicht über Nacht verschwinden. An den alten Standorten fürchtet man sich vor Plünderern, die angezogen werden, sobald die Orte sichtbar leerer werden.

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