Unbekannter löst wiederholt Radmuttern an Auto

Von: heck/pol
Letzte Aktualisierung:
Symbol Radmuttern Radbolzen Autorad Autoreifen Radschrauben Foto dpa
Manipulation hochgefährlich: Die Radbolzen halten die Felge an der Achse. Auf diesem Symbolfoto ist ein Bolzen gelöst. Archivbild: dpa
20150423_000068735249b993_Presse I.jpg
Bei dem Unfall in Alsdorf hatte ein über die Straße springendes Rad die Frontscheibe des dahinter fahrenden Wagens glatt durchschlagen. Foto: Feuerwehr Alsdorf
20150423_000068735249b993_Presse II.jpg
Warum sich beide Räder auf der linken Seite des Lkw-Anhängers lösten, ist noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Foto: Feuerwehr Alsdorf

Selfkant/Alsdorf. Lebensgefährliche Sabotage: Ein unbekannter Täter hat zweimal innerhalb weniger Tage am Auto eines Mannes aus Selfkant die Radbolzen gelöst. Erst vor wenigen Tagen hatte ein spektakulärer Unfall bei Alsdorf für Aufsehen gesorgt, bei dem sich an einem Lkw-Gespann während der Fahrt zwei Räder des Anhängers gelöst hatten und fünf Autos teilweise total beschädigt hatten.

Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, waren an dem Auto des Mannes aus dem Ortsteil Millen zunächst im Zeitraum zwischen Donnerstag, 23. April, 16 Uhr, und Samstag, 25. April, 11 Uhr, die Radbolzen - landläufig Radmuttern genannt - an sämtlichen vier Rädern gelockert worden.

„Nachdem der Fahrzeughalter dies während einer Fahrt bemerkt hatte, lies er alle Schrauben fest anziehen“, berichtete ein Pressesprecher der Polizei Heinsberg am Dienstag. Am Samstag stellte der Mann seinen Wagen dann wieder in der Von-Byland-Straße ab.

Am Montagmorgen gegen 8 Uhr setzte er sich erneut in sein Auto. Während der Fahrt bemerkte er, dass die Radbolzen an beiden Vorderrädern wieder gelöst worden waren. Er konnte rechtzeitig anhalten, zu einem Unfall kam es nicht.

Die Polizei im Kreis Heinsberg sucht nun Zeugen, die Hinweise auf den unbekannten Täter geben können. Zuständig ist das Verkehrskommissariat, Telefon 02452/9200.

Wie gefährlich gelöste Radbolzen werden können, hatte erst am vergangenen Donnerstag ein Vorfall bei Alsdorf gezeigt. Dort hatten sich am Anhänger eines Gespanns auf einer vielbefahrenen Bundesstraße während der Fahrt zwei komplette Räder gelöst. Die Räder sprangen unkontrolliert über die Straße und prallten gegen die Windschutzscheiben zweiter Autos.

In einem Fall schlug das Rad eine regelrechte Kerbe in Frontscheibe und Dach und landete zwischen den Vordersitzen. Rettungskräfte sprachen von einem regelrechten Wunder, dass die beiden Insassen in dem total zerstörten Auto mit nur leichten Verletzungen davon kamen. Insgesamt wurden fünf Autos beschädigt. Die Polizei ermittelt.

Leserkommentare

Leserkommentare (2)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert