Unabhängig von Nationalitäten: Lernen, „einfach Kind zu sein“

Von: hewi
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Jede Menge Spaß: Beim Willkommensfest in Erkelenz können die Kinder es sich so richtig gut gehen lassen. Foto: Wichlatz

Erkelenz. Am Sonntag war Weltkindertag. In Erkelenz feierte der Kinderschutzbund mit Unterstützung anderer Akteure aus Erkelenz ein Willkommensfest, denn der Weltkindertag stand ganz im Zeichen des aktuellen Flüchtlingsthemas. „Wir haben mit dem Fest ein Zeichen in Richtung Willkommenskultur gesetzt“, sagte Michael Kutz.

Kinder aller Hautfarben und Herkunftsländer spielten und tobten über den Markt und stürmten die vielen kostenlosen Spielangebote. Da gab es eine Hüpfburg, eine Rutschbahn, Schminken, Basteln und haufenweise Spielgeräte, deren Sinn die kleinen Willkommensgäste erst herausfinden mussten. Neben dem Kinderschutzbund, der den Weltkindertag in Deutschland unter das Thema „Willkommensfest“ gestellt hatte, waren noch das Jugendamt mit seinem Spielmobil und einer Menge interessanter Spielangebote vor Ort.

Der Flüchtlingshilfsverein „Willkommen in Erkelenz“ war ebenso dabei wie das Jugendamt und der örtliche Anbieter der offenen Ganztagsbetreuung an Erkelenzer Schulen, MaxQ. Auch die tamilische Gemeinde war gekommen und präsentierte Kulinarisches und Kulturelles aus ihrer Heimat.

Franz Thiel von „Willkommen in Erkelenz“ zeigte sich erfreut über die positive Resonanz seitens der Erkelenzer Bevölkerung. „Die Kinder zeigen uns, dass man ohne Vorurteile auf Menschen zugehen sollte“, erklärte er. Gerade unter den Flüchtlingen seien viele Kinder, die nach den Strapazen der gefährlichen Reise wieder lernen müssten, „einfach nur Kind zu sein“.

Neben der Hüpfburg gab es eine Bühne, auf der jeder, der sich traute, etwas vorführen konnte. Spontan zeigten Kinder Tänze aus ihrer Heimat oder nutzten die Bühne einfach zum gemeinsamen Tollen. Am Rande des Platzes stand auch der Bauwagen, den der Rotary-Club im vorigen Jahr für die Jugendarbeit gestiftet hatte. Annegret Steingießer vom Kinderschutzbund und Franz Thiel waren sich einig, dass das Fest ein Baustein sei für die Willkommenskultur. Diese werde in Erkelenz sehr positiv gelebt. Die Vereine nutzten die Gelegenheit, um auf ihre Arbeit und die Hilfsangebote aufmerksam zu machen.

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