Hückelhoven-Ratheim - Umweltschutzakademie NRW lehrt Jungforscherinnen

Umweltschutzakademie NRW lehrt Jungforscherinnen

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Um der Theorie des Unterrichts Ökologie konkreten Praxisbezug zu geben, fanden jüngst ganztägige Gewässeruntersuchungen in Hückelhoven-Ratheim statt.

Hückelhoven-Ratheim. „Voll das Abenteuer“, finden Vivien, Corinna und Michelle. Die drei Mädchen stehen in Wathosen und mit der Messlatte bei schönstem Frühlingswetter an der Rur.

Die drei Jungforscherinnen der Gewässerstrukturgruppe gehören zu einem der beiden Grundkursen Biologie der Jahrgangsstufe Q1 (Qualifikationsstufe 1) von Dr. Renate Küppers-Fiebig des Cornelius-Burgh-Gymnasiums Erkelenz. Und sie freuen sich riesig, bei der Einsatzplanung des Lumbricus-Umweltbusses berücksichtigt worden zu sein.

Praxisbezug

Um der Theorie des Unterrichts Ökologie konkreten Praxisbezug zu geben, fanden jüngst ganztägige Gewässeruntersuchungen in Hückelhoven-Ratheim statt, ein idealer Standort, um die Rur als Fließgewässer und ein Standgewässer, den Adolfosee, miteinander vergleichen zu können.

Der Umweltbus der Natur- und Umweltschutzakademie NRW in Recklinghausen ist als mobile Umweltstation in ganz NRW unterwegs. 26 Arbeitsplätze und eine mobile Laborausrüstung mit Digitalkameras und PC zu Dokumentationszwecken ermöglichen Wasser-, Boden-, und Lärmuntersuchungen direkt im Gelände.

Die Untersuchungen mit dem Lumbricus sind in drei Phasen aufgebaut: Zum einen in dieErkundung der Umgebung, die Sammlung von Material, die Umsetzung von Messungen. Als zweiter Punkt ist die Analyse der Proben und Daten im Bus zu nennen. Und drittens die Zusammenführung aller Informationen zur Dokumentation des Zustands und der Entwicklung des untersuchten Lebensraumes.

Die Jungforscher hatten viel zu tun: Sie bestimmten akribisch die Pflanzen am Ufer. Besonders gut gelang dies bei der lilablühenden Taubnessel als Anzeiger für nährstoffreichen Boden.

Und oft fiel den Schülern auch manche Querverbindung zum Chemieunterricht ein, als sie mit Sonden, Tröpfchen- und Farbtests die Wasserqualität untersuchten. „Mein Chemielehrer wäre stolz auf mich!“, war das Fazit einer Schülerin nach der Abschlusspräsentation. Obwohl das Augenmerk der Gruppe den wirbellosen Tieren galt, gingen ihnen auch Frösche und Fische in den Kescher. Nachdem die Schüler sie bestimmt hatten, gaben sie die Tiere unversehrt wieder der Natur zurück.

Und natürlich gab es auch für die Schüler Überraschungen: Die Schüler Jonas und Fabio entdeckten, dass Müll, in diesem Fall ein weggeworfenes Feuerzeug, in das Ökosystem integriert worden war und von einer mit vielen kleinen Muscheln besetzten Spitzschlammschnecke als Unterlage angenommen wurde.

Die Verknüpfung der unterschiedlichen Wissenschaften Biologie, Chemie und Geografie wurde bei der Abschlussbesprechung deutlich.

Teamfähigkeit

Ebenso war Teamfähigkeit und Kooperation gefragt, denn die Chemiker mussten sich bei Problemen, die das Gewässerprofil betrafen, an die Gewässerstrukturgeografen wenden, die dieses vermessen hatten. Die Arbeitsgruppen lernten so schnell, dass sie sich untereinander vernetzen mussten, um alle Aufgaben zu lösen und vergaben schließlich, nachdem alle Ergebnisse zusammengetragen worden waren, für die Rur auf der Gewässergütekarte die Note „gut“.

Die Schüler erlebten Forschung bei dieser Aktion hautnah. Vor allem diejenigen, die unfreiwillig in der Rur baden gingen.

Als Arbeitsergebnis konnte jeder Schüler einen eigenen Kursfilm mit nach Hause nehmen, auf dem der Kurs seine Arbeitsergebnisse dokumentiert und viele Wirbellose „live“ unter dem Mikroskop gezeigt und erklärt hatte.

„Ein Unterricht, der praxisnah, spannend und entspannend zugleich war“, lautete das Fazit vieler Schüler.

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