Umweltmanagement: Ein „Grüner Hahn“ für eine grüne Kirche

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Gunnar Waesch, Klaus-Dieter Koss, Heinz Siegling, Hanno Sparbier-Conradus, Wolfgang Gloy, Lothar Kötz, Mathias Schoenen und Hans Stenzel (v.l.).

Gangelt. Dieser Hahn kräht nicht, dafür will er helfen, die Umwelt zu schützen. Der Start zum Projekt „Grüner Hahn“ erfolgte im Januar 2012 mit einem Schreiben vom Superintendenten Jens Sannig an die 19 Gemeinden des Kirchenkreises Jülich. Bei dem Projekt geht es um das kirchliche Engagement zum Erhalt der Umwelt.

Die Kirche hat erkannt, dass sie mit ihren Gemeinden, Einrichtungen und Werken eine Vorreiterrolle beim nachhaltigen Handeln einnehmen muss. Gilt es doch, das Umweltbewusstsein in den Gemeinden zu fördern und dies nicht allein dem Staat zu überlassen.

Auf dem Prüfstand

Vertreter unter anderem der Kirchengemeinden Gangelt-Selfkant-Waldfeucht und Geilenkirchen nahmen wenige Monate später die Arbeit auf. Die konstituierende Sitzung fand im Gemeindezentrum Friedenskirche in Gangelt statt. Und eben dort versammelte sich jetzt nach fast drei Jahren intensiven Wirkens das Team um Pfarrer Mathias Schoenen: Wolfgang Gloy, Lothar Kötz und Heinz Siegling, um in einem Audit den Erfolg ihrer großen Bemühungen prüfen zu lassen.

Die Prüfer: Biologe Dr. Gunnar Waesch, Mitweltfachmann aus Gütersloh, und Hanno Sparbier-Conradus, Mitweltfachmann und Kirchlicher Umweltrevisor aus Köln. Zur Unterstützung waren Hans Stenzel und Klaus-Dieter Koss nach Gangelt gekommen, beide Mitglied im synodalen Mitweltausschuss und letzterer dessen Vorsitzender sowie Begleiter und Mentor der „Grüner-Hahn“-Bemühungen vor Ort.

Mehrere Stunden lang standen die Gemeindevertreter Rede und Antwort. Und es waren in der Tat viele Fragen, die die Prüfer stellten, denn „Grüner Hahn“ ist eine äußerst anspruchsvolle Angelegenheit. Sie wollten es ganz genau wissen: Wie gut sind die kirchlichen Gebäude isoliert? Welche elektrischen Geräte betreibt die Gemeinde? Alle Gebäude, Räume und energierelevanten Geräte galt es zu erfassen. Tabellen über Energieverbräuche und die daraus resultierenden Kosten waren zu erstellen.

Wertvolle Informationen

So kamen dicke Ordner mit ungezählten Informationen zustande, die vor allem aussagen, wo Dinge noch zu verbessern oder in Ordnung zu bringen sind. Und die guten Erfahrungen der funktionierenden Teamarbeit waren während der intensiven Prüfung deutlich zu erleben. Am Ende stand das Ergebnis fest: Die Evangelische Kirchengemeinde Gangelt-Selfkant-Waldfeucht bekommt das Zertifikat „Grüner Hahn“. Es wird voraussichtlich im Gottesdienst am Reformationstag, 31. Oktober, offiziell überreicht.

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