Umsiedlung: Wehr stellt sich auf

Von: hewi/eska
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Gemeinsames Schicksal, gemeinsamer Brandschutz: das Feuerwehrhaus in Borschemich (neu), an dem schon der Dienstplan der Löscheinheiten Borschemich und Keyenberg hängt. Auf dem noch freien Areal (Bildhintergrund) Richtung Rath-Anhoven soll Keyenberg (neu) entstehen. Foto: Klassen
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Gemeinsames Schicksal, gemeinsamer Brandschutz: das Feuerwehrhaus in Borschemich (neu), an dem schon der Dienstplan der Löscheinheiten Borschemich und Keyenberg hängt. Auf dem noch freien Areal (Bildhintergrund) Richtung Rath-Anhoven soll Keyenberg (neu) entstehen. Foto: Klassen

Erkelenz. Die Würfel sind gefallen: Mit ihrer am vergangenen Freitag überraschend verkündeten Entscheidung, den Tagebau Garzweiler II zu verkleinern, gibt es nun Planungssicherheit. Für die Menschen in Holzweiler bedeutet dies, dass ihre Heimat erhalten bleibt.

Damit ist das Schicksal der Nachbarorte Keyenberg, Kuckum, Ober- und Unterwestrich sowie Berverath – das ist die andere Seite der Medaille – ist besiegelt. Die Schaufelradbagger werden anrücken, soviel steht fest. Für die rund 1600 Menschen in diesen fünf Ortschaften ist die in Düsseldorf getroffene Entscheidung indes keine Überraschung. Schon längst sind viele Weichen auf Umsiedlung gestellt: Der neue Standort Keyenberg (neu) soll zwischen Borschemich (neu) und Rath-Anhoven liegen, die Bürger arrangieren und wappnen sich. Zum Beispiel bei der Freiwilligen Feuerwehr.

Seit Ende vorigen Jahres treten die Keyenberger und die Borschemicher Löschgruppen nämlich gemeinsam an und erstellen den Dienstplan zusammen. „Der Zusammenschluss liegt nur in der Umsiedlung begründet“, betont Stadtbrandinspektor Wolfgang Linkens. Außerdem biete sich die Zusammenarbeit schon wegen der zukünftigen räumlichen Nähe der beiden Orte an, denn Keyenberg wird nach seiner „bergbaulichen Inanspruchnahme“ gleich neben Borschemich (neu) zwischen Erkelenz-Nord und Rath-Anhoven liegen. Da bot sich eine Zusammenarbeit förmlich an, ist sich Linkens sicher, der gleichzeitig betont, dass nicht aus personellen Gründen fusioniert wurde.

Beide Gruppen sind personell nämlich gut aufgestellt. In Keyenberg tun 12 und in Borschemich 19 Feuerwehrleute ihren Dienst. Über kurz oder lang wird auch Kuckum dazustoßen, denn der Ort wird – wie am Freitag von der Landesregierung politisch bekundet – wie Keyenberg in der nächsten Umsiedlungswelle den Baggern zum Opfer fallen. Dann sind noch einmal zwölf Kameraden in die neue Löschgruppe zu integrieren.

Als vor Jahren das Thema Umsiedlung bereits konkret wurde, hatten sich die Wehrleute schon Gedanken darüber gemacht, wie man am neuen Standort den Löschbetrieb aufrechterhalten kann, erinnert sich Linkens. „Die Überlegungen hingen natürlich davon ab, wie viele Feuerwehrleute tatsächlich die Umsiedlung mitmachen.“

Klar ist bereits: Die Borschemicher Wehr hat die Umsiedlung gut überstanden und ist auch am neuen Standort personell gut aufgestellt. Hintergrund aller Überlegungen ist natürlich, die Wehrfähigkeit rund um die Uhr und für das gesamte Stadtgebiet zu gewährleisten. Tagsüber fährt auch eine zwölfköpfige Staffel der Erkelenzer Stadtverwaltung die Einsätze. Durch die räumliche Nähe und zentrale Lage der zukünftigen Löschgruppe kann schneller und effektiver gehandelt werden.

Wenn umsiedlungsbedingt nicht zu viele Abgänge verzeichnet werden müssen, kann die neue Gruppe auf rund 50 Wehrleute anwachsen. Die Ausrüstung der einzelnen Gruppen fließt dann in den neuen Bestand ein.

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