Um Bauflächen in Merbeck soll Meinungsbild erstellt werden

Von: mb
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Wegberg. Georg Gellissen, CDU-Fraktionschef in Wegberg, war verärgert. „Dann soll die Verwaltung in Merbeck ein abschließendes Meinungsbild herbeiführen.“ Seine Fraktion wolle die Bürger vertreten, aber nicht als Schiedsrichter fungieren. Grund für seinen Unmut war die Beratung zur Ausweisung neuer Wohnbauflächen in Merbeck im Ausschuss für Stadtentwicklung und -planung (STEP) und die damit verbundenen Bürgeranträge.

Anfang 2015 hatten sich Bürger aus Merbeck an alle Stadtratsfraktionen gewandt: Merbeck brauche neue Baugrundstücke, um den Ort weiterzuentwickeln, Kindertagesstätte und Grundschule mittelfristig zu erhalten. Damals waren sich CDU, SPD, AfW und freie Wähler noch einig, sie unterstützten den Antrag, obwohl die Verwaltung anderer Meinung war. Mehrfach beschäftigten sich Ausschüsse und Rat mit dem Thema, mehrfach wurde die Bezirksregierung Köln eingeschaltet.

Obwohl auch die Bezirksregierung erhebliche Bedenken anmeldete und den Antrag ablehnte, kämpften die Wegberger Fraktionen für die Merbecker Bürger. Die Außenbezirke nicht vernachlässigen, Baumöglichkeiten nicht auf den Innenring von Wegberg konzentrieren, die Grundschule erhalten, das waren die meist benutzten Argumente. Im April schloss sich dann die SPD der Meinung der Verwaltung an, „weil ein Gegensteuern gegen die Bezirksregierung zwecklos“ sei, wie der Fraktionsvorsitzende Ralf Wolters betonte.

Nun stand sie also wieder auf der Tagesordnung, die Ausweisung neuer Wohnbauflächen in Merbeck. Und ein von 47 Merbecker Bürgern unterzeichnetes Schreiben sowie acht wortgleiche Schreiben von Bürgern, die sich gegen die neuen Wohnbaufläche richten. Die Verwaltungsvorlage plädierte wieder für die Ablehnung des Antrages und hatte die Bezirksregierung auf ihrer Seite.

Die CDU werde heute keine Entscheidung treffen, erklärte Georg Gellissen und wunderte sich über die Einsprüche der Merbecker. Gerade erst sei mit knapper Not die Grundschule Merbeck einer Schließung entgangen und die künftige Erhaltung des Standortes werde ohne Zuzugsmöglichkeiten für junge Familien kaum möglich sein, erklärte er und forderte das „abschließende Meinungsbild“.

Was Bürgermeister Michael Stock veranlasste, in Richtung CDU festzustellen, dass Volksvertreter gewählt werden, „um eine Entscheidung zu treffen“. Die SPD-Fraktion sei durchaus in der Lage, einen Beschluss zu finden, erklärte Marc Bonitz (SPD). Der Antrag der CDU auf Vertagung des Themas konnte sich aber knapp durchsetzen.

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