Ultraleichtflug: Die Region in 3000 Meter Höhe erleben

Von: hewi
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Einblicke in eine Welt weit über dem Grund und Boden: Thomas Cysyk erklärt interessierten Besuchern auf dem Gelände sein Ultraleicht-Flugzeug, eine Ikarus–C 42. Am 25. August feiert der Verein Ultraleichtflug Gemeinschaft Erkelenz sein 25-jähriges Bestehen. Foto: Passage

Erkelenz-Kückhoven. Auf dem Fluggelände für Ultraleichtflugzeuge in Kückhoven werden Träume wahr. Denn ob „über den Wolken die Freiheit wohl grenzenlos“ ist, kann man hier bei einem Schnupperflug selbst ausprobieren.

Dabei geht es dann auch bis auf 10.000 Fuß in die Höhe, wo das von Reinhard Mey besungene „Über den Wolken“ normalerweise anfängt. Dann ist aber auch Schluss, „darüber wird der Sauerstoff knapp“, weiß Monika Stolle. Der Luftraum ab 10.000 Fuß, also rund 3000 Metern, gehört den großen Passagierflugzeugen.

Stolle ist als Fluglehrerin eine Seltenheit in der Szene. Sie selbst kam vor rund 15 Jahren zur Fliegerei und kann seitdem nicht mehr davon lassen. Vor 13 Jahren machte sie den Flugschein, ein Jahr später übernahm sie zusammen mit ihrem Partner die Flugschule bei Kückhoven. Das Gelände, auf dem sich auch die Flugschule Kückhoven befindet, gehört der Ultraleichtflug Gemeinschaft Erkelenz. Sie hat rund 150 Piloten und 80 Flugzeuge. Gemeinsam mit Dr. Ulrich Rüdiger bildet sie hier Flugaspiranten aus.

Durchschnittlich sind es 15 Personen pro Jahr, die ihre Lizenz erwerben, sich weiterbilden oder ihr Wissen auffrischen wollen. „Ultraleichtflug ist ein Hobby, das sich viele durchaus leisten können“, sagt Monika Stolle. Die Fluglizenz kostet bis zu 6000 Euro und ist dann für fünf Jahre gültig. In dieser Zeit muss man eine bestimmte Mindestflugzeit nachweisen, ein ärztliches Attest über die Flugtauglichkeit haben und einmal in der Zeit einen Flug mit einem Ausbilder absolvieren. Beim Informationstag schauten jetzt wieder Menschen vorbei, um sich informieren zu lassen oder einen Schnupperflug zu vereinbaren.

„Ob die Fliegerei wirklich etwas für einen ist, weiß man erst, wenn man einmal in der Luft war“, weiß die Fluglehrerin. „Denn der Ultraleichtflug ist ein hautnahes Erlebnis.“ Auf dem Fluggelände wird das lokale Wetter gemessen und in der Flugplanung berücksichtigt. Weitere Wetterdaten bekommen die Flieger vom Deutschen Wetterdienst. Denn das Wetter spielt eine wichtige Rolle, da man als Pilot auf Sicht fliegt.

Hagel, Gewitter oder starker Regenfall gehören garantiert nicht zu den favorisierten Wetterlagen der Ultraleichtflieger. In der Luft kann man Schlechtwetterfronten umfliegen, wenn man danach Ausschau hält, erklärt die Fluglehrerin. Diese und weitere Tipps kann man auch beim dreistündigen Schnupperkurs bekommen, den viele zuerst absolvieren, bevor sie sich für die Fluglizenz anmelden.

Zum großen Flugtag lädt der Verein, dem beide Fluglehrer angehören, am 23. August ein, wenn das 25-jährige Vereinsbestehen gefeiert wird. Dann haben die Gäste auch wieder Gelegenheit, sich einmal probeweise mit einem erfahrenen Piloten in die Lüfte zu bewegen.

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