Überraschende Töne und übermütige Klänge beim Frühjahrskonzert

Von: Anna Petra Thomas
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Erstmals dirigierte Jan van Homond das große Orchester des Instrumentalvereins Karken bei einem Konzert. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg-Karken. Der Instrumentalverein Süsterseel war in diesem Jahr der Gastverein, der beim Frühjahrskonzert des Instrumentalvereins Karken in der Bürgerhalle aufspielte. In seiner Begrüßung blickte Vorsitzender Manfred Kamps jedoch zuvor noch einmal zurück auf das Neujahrskonzert, das für den Verein ein weiterer „Glanzpunkt in seiner Musikvita“ gewesen sei.

„Dirigent und Musiker hatten noch Schmetterlinge im Bauch, als sie von einer Nachricht arg getroffen wurden. Alles stand von jetzt auf gleich still, aus voller Fahrt.“ Was er meinte, war die Nachricht von der schweren Krebserkrankung des Dirigenten Mark Partouns. Umso mehr freute er sich natürlich, ihn zum Konzert persönlich in den Reihen der Gäste begrüßen zu können. Es folgte minutenlanger Beifall.

Musikalischer Eisbrecher war dann das Jugendorchester unter der Leitung des Instrumentalvereins unter der Leitung von Andreas Jütten. Es spielte „Gates of Orion“ von Michael Sweeney, „Let‘s do it“ von Ivo Kouwenhoven, „Let it go“ von Anderson-Lopez und „Cloud 9“ von Filip Ceunen. Mittendrin zeigen vier Klarinettistinnen im Stück „My little Clarinet“ von Ivo Kouwenhoven, wie viel Spaß sie beim Musizieren haben. Stück für Stück bauten Jolie Backes, Elaine Hörter, Jolena Sauer und Eliana Zwetzig ihre Klarinette auseinander und brachten mit dem jeweils verbleibenden Rest überraschende Töne hervor, die in das Stück hineinpassten.

Das große Orchester präsentierte sich dann erstmals unter der Leitung von Jan van Hamond in Vertretung für Mark Partouns. Der niederländische Musiker leitet neben seiner Tätigkeit als Instrumentallehrer für Klarinette verschiedene Jugend- und Erwachsenenorchester. Darüber hinaus ist er selbst noch aktiv als Soloklarinettist der Harmonie St. Michel Thorn. Mit dem Paso doble „Antonio Vercher“ von Aurelio Pérez Perelló entführte das Orchester seine Zuhörer zunächst nach Spanien.

Der Ouvertüre zur Operette „Die leichte Kavallerie“ von Franz von Suppé folgte ganz getragen „This majestic Land“ von Michael Hoppé. Den Abschluss bildete die „Second Suite for Band“ von Alfred Reed mit ihren vier Sätzen, die alle auf einem typisch lateinamerikanischen Lied, Tanz oder Marsch beruhen, wie Moderatorin Marion Frenken erklärte. Der erste Satz, „Son Montuno“ ist eng mit dem Calypso verwandt. Der zweite, „Tango“ genannt, hat den brasilianischen Tango zum Vorbild, der eher langsamer, weicher und verträumter daher kommt. Es folgt mit „Guaracha“ ein übermütiges Trinklied und im vierten Satz ein „Paso Doble“ aus Mexiko.

Die Gäste aus Süsterseel spielten nach der Pause „Immer Fest“ von Wim Laseroms, „Barcelona“ von Horst Schelke, „African Symphony“ von Naohiro Iwai, „Lord of the Dance“ und „Vive la France“ von Frank Bernaerts sowie „Odilia“ von Jacob de Haan. Durch ihr Programm führte Tobias Plum. Eine Tombola rundete das Programm des Abends ab.

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