Übern Burghof fliegen brennende Keulen

Von: hewi
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Auf dem Hof der Erkelenzer Burg lernten die Teilnehmer des zweitägigen Jonglage-Workshops Tricks und übten vor allem den schwungvollen und zielgerichteten Umgang mit Feuer. Foto: hewi

Erkelenz. Auf dem Hof der Erkelenzer Burganlage waren Jongleure zu Gast. Bei einem zweitägigen Workshop ließen sie sich neue Tricks zeigen und übten vor allem den schwungvollen und zielgerichteten Umgang mit Feuer.

Während Jörg Grätz von den Freunden der Burg die Mauer derselben durch seine handwerkliche Arbeit zu retten versuchte, flogen auf dem Burghof Säckchen und Keulen durch die Luft und Jonglagestangen krochen wie von Fäden gezogen an Hals und Brust des Jongleurs entlang.

Beim Jonglage-Workshop, den Christian von Thenen organisiert hatte, durften die Teilnehmer am Ende auch mit dem Feuer spielen. „Unser Ziel ist es, dass alle mit heiler Haut davonkommen“, erklärte er am Rande des Workshops.

Tricks und Kniffe lernen

Wie war es zum Workshop gekommen? Von Thenen kennt Andrea Mänz – und die ist eine Freundin der Burg und unterstützt das Enagement des Fördervereins. Bei einer privaten Party erwähnte sie, dass sie gerne einmal an einem der Workshops, die von Thenen organisiert, teilnehmen würde.

Flugs war die Idee geboren und eine ausreichende Teilnehmerzahl gefunden, um ein Wochenende lang auf der Erkelenzer Burg mit Feuer und allerlei für die Jonglage geeigneten Dingen zu trainieren und von den beiden Trainern Gerold Westley und Robert Müller den einen oder anderen Kniff zu erlernen.

Die Ideengeberin selbst konnte am Samstag nicht einmal am Workshop teilnehmen, weil sie in Kleingladbach bei der Kirmes die Kinderbetreuung übernommen hatte.

Nach Sonnenuntergang wurde es dann spannend. Denn von Thenen und seine Kollegen hatten Lampenöl vorbereitet, um die Jonglageutensilien stilecht in Brand zu setzen. Wer nicht wollte, der musste nicht. Doch was ist ein Jongleur, dem der Nervenkitzel weniger bedeutet als das Grummeln im Magen?

Sicherheit wird groß geschrieben

Und so war es nicht verwunderlich, dass alle Teilnehmer ihre Portion Lampenöl bekamen, um die Dunkelheit über dem Burghof zu erhellen. Lampenöl wird übrigens genommen, weil es schlecht entflammbar ist und somit zur Sicherheit des Jongleurs und des Publikums beiträgt. „Wenn wir bei der Show am Feuerteil angekommen sind, bitte ich die Väter immer, es nicht zu Hause nachzumachen“, erklärte Peter Kaiser vom „Feuerduo Fire Sail“. Die Väter seien entgegen der landläufigen Annahme über Kinder, die alles nachmachen müssen, die weitaus gefährdetere Zielgruppe. Die Feuertaufe gelang den Jongleuren ausgezeichnet.

Sogar eine brennende Peitsche kam zum Einsatz. Doch auch Paarfiguren, die einstudiert worden waren, hatten auf dem Burghof Premiere.

Von Thenen jongliert selbst seit rund zwölf Jahren. Sein in dieser Zeit erworbenes Wissen gibt er gerne an Interessenten weiter.

Anfragen zu weiteren Workshops nimmt von Thenen unter Telefon 01525 / 95 31 329 oder per Mail an info@eduggling.de entgegen.

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