Übergiff auf Flüchtlinge: Stadt verstärkt Kontrollen

Von: Daniel Gerhards
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Der Staatsschutz ermittelt weiter wegen Übergriffs rechter Schläger auf Flüchtlinge am Wassenberger Bushof. Foto: Daniel Gerhards

Wassenberg/Hückelhoven. Die Aachener Polizei konnte am Montag wenige Neuigkeiten zu den Ermittlungen nach dem Übergriff von sieben bewaffneten Schlägern auf drei Asylbewerber am Wassenberger Bushof bekanntgeben. Die Ermittler gehen weiter von einem rechtsextremen Hintergrund aus. Ein Flüchtling war dabei krankenhausreif geprügelt worden.

Ein 17-jähriger Wassenberger, der verdächtigt wird, an dem Überfall am vergangenen Dienstag beteiligt gewesen zu sein, ist weiter auf freiem Fuß. In der Vernehmung hatte er abgestritten, etwas mit dem Übergriff zu tun gehabt zu haben, sagte Polizeisprecherin Sandra Schmitz. Folglich habe er auch keine Angaben zu weiteren Tätern gemacht.

Die Ermittlungen des Staatsschutzes laufen laut Schmitz weiter auf Hochtouren. Bislang hat die Sonderermittlungsgruppe Remok sieben Hinweise zur Tat erhalten. Einige müssten noch ausgewertet werden.

Derweil sagte Wassenbergs Bürgermeister Manfred Winkens, dass das stätische Ordnungsamt seine Kontrollen am Bushof, Ludwig-Essers-Platz, intensivieren wolle. Außerdem plane die Stadt einen zusätzlichen Mitarbeiter beim Ordnungsamt einzustellen, der diesen Platz im Auge halten soll. In der Diskussion ist auch, den Platz mit Kameras zu überwachen.

Die Jusos Wassenberg forderten den Stadtrat auf, in seiner nächsten Sitzung über einen Beitritt zum Bündnis gegen Rechtsextremismus im Kreis Heinsberg zu beraten. „Es gibt nur zwei Kommunen im Kreis, die diesem Bündnis noch nicht beigetreten sind. Wassenberg ist eine davon“, teilte die SPD-Nachwuchsorganisation Montag mit. Ein Beitritt zum Bündnis wäre für die Jusos ein „deutliches Zeichen gegen Rassismus in der Stadt Wassenberg“.

Keinen Zusammenhang sieht die Polizei zwischen dem Übergriff in Wassenberg und einem Vorfall, der sich in der Nacht zum Samstag in Hückelhoven ereignete. In der Straße in der Schlee wurde ein Auto mit Hakenkreuzen beschmiert. Der Mercedes soll einem ausländischen Staatsbürger gehören. Die Polizei hat eine Anzeige wegen Sachbeschädigung und Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole aufgenommen, teilte Polizeisprecherin Sandra Schmitz auf Anfrage mit.

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