Selfkant-Tüddern - Tüdderns Kundenverkehr soll in geordnete Bahnen

Tüdderns Kundenverkehr soll in geordnete Bahnen

Von: dawin
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In und um Tüddern ist Bewegung. Durch ein neue Konzept soll der Verkehrsfluss aus den Niederlanden verbessert werden und ebenso ist eine Arrondierung des Ortes geplant. Grafik: mapz.com

Selfkant-Tüddern. Das Versorgungszentrum in Tüddern boomt und wird weiter wachsen. Neuer großflächiger Einzelhandel und neue Fachmärkte werden sich ansiedeln, so dass davon auszugehen ist, dass der Autoverkehr deutlich zunimmt.

Bürgermeister Herbert Corsten stellte jetzt das verkehrsplanerische Konzept für den Zentralort der Gemeinde Selfkant vor, das von der BSV Dr. Reinhold Baier GmbH Aachen erstellt wurde und dazu beitragen soll, das „Verkehrschaos zu lindern“.

Der durchaus gewünschte Kundenverkehr vor allem aus den benachbarten Niederlanden soll in neue, geordnete Bahnen gelenkt werden, um Tüdderns Bewohner vor zu starker Belastung zu schützen und den reibungslosen Verkehrsfluss entlang der Sittarder Straße – vor allem in dem zentralen Abschnitt vom Millener Weg bis zur Straße Am Rathaus – zu gewährleisten.

So sehen die Aachener Verkehrsplaner in ihrem Gutachten die Ausgangslage. Um eine Entflechtung des Verkehrs zu erreichen, muss zwischen Sittarder Straße und Kreisstraße 1 eine neue Straße trassiert werden.

Die neue Straße wird in zwei Abschnitte unterteilt: der erste reicht von der Sittarder Straße bis zur Einmündung Zum Klüfgen, auf beiden Seiten der Fahrbahn ist ein Weg vorgesehen, der von Fußgängern und Radfahrern gemeinsam genutzt werden kann.

Nördlich der Einmündung Zum Klüfgen wird die Trasse aufgrund der Grundstückszuschnitte verschwenkt weitergeführt, hier beginnt der zweite Abschnitt, auf dessen Ostseite wird ein Geh-/Radweg für beide Richtungen angelegt; in der Verschwenkung wird eine Überquerungsstelle eingerichtet. Die Straße In der Fummer, bislang eine Stichstraße, soll bis zur neuen Trasse Richtung Westen verlängert werden.

„Mit der Realisierung der Netzergänzungen wird die angestrebte Verlagerung eines Großteils des motorisierten Ziel- und Quellverkehrs in Richtung Versorgungszentrum erreicht werden“, hält das Gutachten fest. Dennoch sollen auf der zentralen Sittarder Straße und der Straße Am Rathaus verkehrsberuhigende und geschwindigkeitshemmende Maßnahmen vorgenommen werden, die wirtschaftlich vertretbar, aber funktional sind.

Vorgeschlagen werden das Markieren von Längsparkplätzen und Schutzstreifen an Straßeneinmündungen sowie der Einbau von Engstellen. In den beiden Ortseingangsbereichen denken die Planer an langgestreckte Mittelinseln, die mit Bäumen bepflanzt werden.

Die Verkehrsplaner betonen in ihrem Fazit: Die motorisierten Kunden können nach der Neutrassierung das Versorgungszentrum wesentlich besser ansteuern. Und der Durchgangsverkehr wird zukünftig über die Kreisstraße 1 und die „westliche Tangente“, sprich Sittarder Straße, in Richtung Niederlande abfließen.

Eine entsprechende Ausschilderung soll auf diese Route hinweisen. Am Ende, so steht es im Gutachten, führt das Verkehrsplanerische Konzept zu einer „Steigerung der Aufenthalts- und Lebensqualität“.

Grafik: mapz.com

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