Heinsberg-Oberbruch - Trotz sinkender Kirchensteuer will Kirche Amos helfen

Trotz sinkender Kirchensteuer will Kirche Amos helfen

Von: jwb
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Weihbischof Johannes Bündgens zu Besuch bei Amos. Foto: Bindels

Heinsberg-Oberbruch. Hoher geistlicher Besuch in Oberbruch: Der Vorsitzende Johannes Eschweiler und die Geschäftsführerin Elfi Brockhoven von Amos hatten Weihbischof Johannes Bündgens ins Arbeitslosenzentrum des Dechant-Sauer-Hauses an der Mittelstraße eingeladen. Die Vorstellung der Projekte gegen Armut und Arbeitslosigkeit und die Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter standen im Mittelpunkt der Begegnung.

Die Projekte gegen Armut und Arbeitslosigkeit bei Amos ständen in der Tradition dessen, was Papst Franziskus formuliert habe mit der Aufgabe „geht an die Orte, wo die Menschen sind, die Hilfe benötigen, hatte Johannes Eschweiler eine Verortung der Arbeit von Amos vorgenommen. Es sei ein Projekt, das mitten in der Gemeinschaft der Gemeinden der Pfarrgemeinde St. Lambertus Oberbruchs stände und an dem dessen Mitglieder sich beteiligen würden.

In Anlehnung an den Propheten Amos aus dem Alten Testament, der gegen Verschwendung, Betrug, Ungerechtigkeit und Unterdrückung der Armut gepredigt habe, sei die Namensgebung für den Verein entstanden. Daran erinnerte auch Weihbischof Johannes Bündgens in seinem kurzen Eingangsgebet.

Mit der Teilnahme an dem täglichen Arbeitslosenfrühstück erlebte Bündgens eine konkrete Umsetzung der Hilfen für die Menschen in Langzeitarbeitslosigkeit und ihre Umsetzung durch den Verein. Beratungen, Bildungsangebote in Deutsch- und PC-Anwendungen sowie unterstützende Hilfen bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen seien weitere Arbeitsschwerpunkte.

Die Versorgung mit Lebensmitteln nach dem Prinzip der Tafeln im Amos-Laden, sowie Beschäftigungsperspektiven in den Shops für Gebrauchtkleidung seien weitere Projekte von Amos, konnte Bündgens erfahren.

Mit den Einrichtungen der Läden und Shops und durch das Amos-Langzeitarbeitslosenzentrum als Anlaufstelle erlebten die betroffenen Langzeitarbeitslosen ein Gemeinschaftsgefühl, das ihnen Lebensinhalt gebe und das Erleben von Solidarität ermögliche. Am Beispiel der angezündeten Kerze, die symbolisch die Solidarität mit und das Denken an eine schwer erkrankte Mitarbeiterin darstellte, konnte diese Haltung nachvollzogen werden.

Zudem erhielten Hilfesuchende ein Stück ihrer Würde zurück, betonte Johannes Eschweiler. „Was unsere Langzeitarbeitslosen durch unsere Unterstützung wieder erwerben, ist Selbstvertrauen“, ergänzte Elfi Brockhoven. Für eine Fortsetzung der Arbeit und der Projekte bei Amos müsse immer wieder gekämpft werden, betonte Eschweiler.

Die Vorstellung, dass eine unbefristete Förderung der Einrichtung im Verhältnis von 75 Prozent staatlicher Zuschüsse und 25 Prozent durch kirchliche Trägerschaft erfolgen sollte, brachte Eschweiler in das Gespräch ein. Bisher erfolgten jährliche Förderungen durch das Ministerium Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Sozialfonds für Deutschland.

Weihbischof Bündgens betonte, dass die Kirche auch in schwierigen Zeiten rückläufiger Kirchensteuern ihr Engagement in den sozialen und gesellschaftlichen Feldern nicht aufgeben werde. Ein Rückzug auf das reine „Kerngeschäft“ des katechetischen Wirkens sei nicht vorgesehen. Konkrete Zusagen konnte er aber wohl nicht machen.

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