Heinsberg-Karken - Trommler- und Pfeiferkorps Karken feiert rauschendes Fest

Trommler- und Pfeiferkorps Karken feiert rauschendes Fest

Von: Anna Petra Thomas
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Über ein von Anfang bis Ende begeistertes Publikum in der ausverkauften Bürgerhalle freute sich die Kölner Band Kasalla beim Festabend zum 90-Jährigen. Foto: Anna Petra Thomas
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Höhepunkt des Heimatabends: Die Trommler- und Pfeiferkorps aus Karken, Isenbruch und St. Joost in den Niederlanden spielten gemeinsam „The Eye of the Tiger“. Foto: Thomas

Heinsberg-Karken. Mit einem Heimat- und einem Festabend sowie einem großen Festzug anlässlich des Stadtmusikfestes der Spielmannszüge hat das Trommler- und Pfeiferkorps Karken drei Tage lang sein 90-jähriges Bestehen gefeiert.

Als die Glocken der Pfarrkirche St. Severinus das Fest im wahrsten Sinne des Wortes eingeläutet hatten, startete der erste kleine Umzug zum Friedhof. Nach einer Gefallenenehrung führte er weiter in Bürgerhalle. Hier beteiligten sich alle musizierenden Vereine des Ortes am Programm des Heimatabends, den Heinz-Willi Görtz moderierte und zu dem Vorsitzender Theo Poschen nach einem einleitenden Musikbeitrag des Trommler- und Pfeiferkorps begrüßte.

Der erste musikalische Gastbeitrag kam vom Karkener Mandolinenorchester, das mit seinem Auftritt zugleich um Nachwuchs und für seine eigene Ausbildung an Gitarre und Mandoline warb. „Das Trommler- und Pfeiferkorps ist ein bedeutender und wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens in unserem schönen Stadtteil Karken, aber auch weit darüber hinaus“, erklärte Schirmherr Jo Reiners in seiner Festrede. Die Spielmannsmusik habe eine lange Tradition. Diese könne man nur aufrechterhalten, wenn man sie hege und pflege, sich darüber hinaus auch um den Nachwuchs bemühe, wie es in Karken der Fall sei. Nicht zuletzt sei das Musizieren wertvoll für die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit und der eigenen Sozialkompetenz, zudem Präventionsarbeit im besten Sinne.

Nicht nur gesanglich begeisterte auf der Bühne der Chor „Li(e)dschatten“ unter der Leitung von Luc Nelissen. Knapp 50 Sängerinnen aus Karken und elf umliegenden Ortschaften gehören dem 2008 gegründeten Chor an, der sich vor allem neuerem, englischsprachigem Liedgut widmet und damit sein Publikum regelrecht mitreißt.

Das Trommler- und Pfeiferkorps sei aus dem Leben von Karken gar nicht mehr wegzudenken, befand Bürgermeister Wolfgang Dieder in seinem Grußwort. „Es gibt kaum ein öffentliches Ereignis, das von ihm nicht mit seiner Musik eindrucksvoll begleitet und gestaltet wird.“ Darüber hinaus biete der Verein vielen Jugendlichen „eine Heimstatt, in der sie ihre Freizeit sinnvoll gestalten können“.

Es folgten Liedbeiträge des Quartettvereins und des Kirchenchors St. Severinus, unterbrochen nur durch ein kurzes Grußwort des Ortsringvorsitzenden Michael Gornig. Der Kirchenchor feiert in diesem Jahr sein 130-jähriges Bestehen, das am 22. November um 17 Uhr mit einem Konzert in der Pfarrkirche gefeiert wird, an dem sich auch der Instrumentalverein beteiligt.

Eigentlich hätten dann die Trommler- und Pfeiferkorps aus Schafhausen und Randerath gemeinsam mit den Karkenern auf der Bühne stehen sollen. Sie hätten jedoch kurzfristig abgesagt, erklärte Vorsitzender Poschen. Dafür waren dann jedoch die befreundeten Korps St. Joris aus Joost in den Niederlanden und St. Martini aus Isenbruch zur Stelle, denen ebenfalls der Karkener Dirigent Sjack Bakkes vorsteht. Nach ihrer gemeinsamen Version von „The Eye of the Tiger“ forderte das Publikum begeistert Zugabe. Sie kam karnevalistisch daher. „Wenn et Trömmelche jeht“, sang die ganze Halle.

Wie es klingt, wenn sich zu Flöten und Trommeln noch ein paar andere Instrumente dazugesellen, präsentierte eindrucksvoll der Instrumentalverein Karken unter der Leitung von Mark Partouns. Er blieb zum großen Zapfenstreich gleich auf der Bühne und spielte ihn zusammen mit dem Karkener Trommler- und Pfeiferkorps. Großer gesanglicher Klangkörper auf der Empore im hinteren Bereich der Halle waren dazu gemeinsam der Kirchenchor, „Lie(e)dschatten“ und der Quartettverein. Mit dabei natürlich auch die Offiziere der Schützenbruderschaft und Fackelträger aus den Reihen der Feuerwehr.

Für Stimmung einen ganzen zweiten Festabend lang sorgte dann die angesagte Band Kasalla aus Köln, quasi zum Abschluss ihrer aktuellen Deutschland-Tour. Über ausverkauftes Haus in der Bürgerhalle freute sich natürlich das Trommler- und Pfeiferkorps als Veranstalter. Gleiches galt für die große Beteiligung am großen Festzug am letzten Tag der Feierlichkeiten. Der Vorbeimarsch an der Bürgerhalle war zugleich der Höhepunkt des 27. Stadtmusikfestes der Spielmannszüge.

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