Heinsberg - „Tricolino“ wird 50: Ein halbes Jahrhundert Kinder geprägt

„Tricolino“ wird 50: Ein halbes Jahrhundert Kinder geprägt

Von: anna
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Bunte Luftballons ließen die Kinder der katholischen Kindertagesstätte „Tricolino“ in Eschweiler anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Einrichtung gen Himmel steigen. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Von einem „Kinderparadies“ hatte unsere Zeitung im Oktober 1964 berichtet. Neun Monate später wurde der Kindergarten an der Andreasstraße in Eschweiler offiziell eröffnet. Jetzt, genau 50 Jahre später, lud die katholische Kindertagesstätte (Kita) namens „Tricolino“ offiziell zur Feier ihres goldenen Jubiläums ein.

Nach einem Wortgottesdienst in der Pfarrkirche, bei dem die Kinder die Geschichte des kleinen Fischs „Swimmy“ spielten, brachte das Trommler- und Pfeiferkorps Eschweiler die Kinder, ihre Eltern und das Betreuerteam in einem festlichen Umzug wieder in die Kita zurück, wo ein großes Sommerfest startete.

Stets ein Ort der Begegnung

„Willkommen, willkommen zum Fest liebe Leut“, sangen die Kinder, die in einem großen Stuhlkreis mitten auf dem Rasen Platz genommen hatten. Leiterin Katharina Kugel freute sich, nicht nur viele Geschwisterkinder, Eltern und Großeltern zum Fest begrüßen zu können, sondern auch Besucher vom ersten Entlassjahr 1966 bis zum letzten im vergangenen Jahr.

Der Kindergarten in Eschweiler sei stets ein Ort der Begegnung gewesen, der sich dem Wandel der Kindererziehung offensiv gestellt habe, erklärte die Leiterin. Früher sei die Familie die „zentrale Instanz“ gewesen, Tagesbetreuung eher die Ausnahme. Heute spiele die Tagesbetreuung eine große Rolle. Die Kita sei für viele Kinder die „primäre Lebensumgebung“ geworden.

„Ich hoffe, dass sie ein Ort bleibt, an dem Kinder wertvolle Erfahrungen für ihr weiteres Leben sammeln können“, erklärte sie, nicht ohne allen zu danken, die diese Kita in all den Jahrzehnten in irgendeiner Form unterstützt haben.

Allen voran ging ihr Dank da an Pfarrer Hans Schmitz für den Kirchengemeindeverband Heinsberg- Oberbruch als Träger der Kita und an Herbert Eßer, der als Rendant seit mehr als 30 Jahren mit ihr verbunden ist „und der uns in allen Belangen mit Rat und Tat zur Seite steht“, so Katharina Kugel.

Rund 2000 Kinder habe die Kita bis heute betreut, hatte Eßer ausgerechnet. Und er nenne sie bewusst weiterhin „Kindergarten“, denn „mit einem Garten verbinden die meisten Menschen etwas Positives“. Da werde gehegt, gepflegt, gesät, gedüngt und geerntet. „Wichtig ist, dass alles wächst, blüht und gedeiht.“ Ein guter Gärtner sorge sich um seine Pflanzen, investiere viel Arbeit, Zeit und Mühe, erklärte er und dankte besonders den Erzieherinnen der Einrichtung.

Für die Schaffung von zwölf U3-Plätzen seien gerade 209.000 Euro investiert worden, mit einem Zuschuss von 100.000 Euro seitens der Stadt, erklärte Eßer unter dem Beifall der Gäste. Weitere 65.000 Euro sollen demnächst in neue Akustikdecken inklusive neuer Beleuchtung und in eine neue Eingangsanlage investiert werden.

Trotz allen Wandels habe der Kindergarten immer die christliche Werterziehung im Blick behalten“, so Eßer weiter. „Sie ist Wurzel und Basis für eine hervorragende Erziehungsarbeit und prägend für viele Generationen von Kindergarten-Kindern.“

Das kostbarste Gut

„Eine schöne Atmosphäre hier. Schade, dass ich nicht schon öfters da war“, sagte Bürgermeister Wolfgang Dieder, der dann die Kinder direkt ansprach. Es sei wichtig, dass die Katholische Kirche, der Kindergarten und die Stadt kooperieren würden, „denn es geht um das kostbarste Gut in der Stadt. Ihr seid die Zukunft von Heinsberg!“

Nach einem weiteren Grußwort aus dem Elternbeirat ließen die Kinder bunte Luftballons gen Himmel steigen. Danach erwartete sie ein buntes Programm mit vielen Mitmach-Aktionen, zu denen auch der „Circus Gioco“ gehörte. Fürs leibliche Wohl war natürlich auch bestens gesorgt, sogar mit einem eigenen Eisstand.

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