Treffen der Vogelscheuchen

Von: Anna Petra Thomas
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Das kleine Küken Lara von der
Das kleine Küken Lara von der Lieck, zwei Jahr alt, sammelte seine Süßigkeiten schon ganz alleine auf.

Heinsberg-Kempen. Klein, aber fein: So kennt man den Rosenmontagszug in Kempen. Ganz klein war er in diesem Jahr, mit gerade mal 13 Zugnummern. „Tja, wir sind ein bisschen schwächer”, räumte da Zugleiter Christian Heuter ein.

Drei Gruppen aus dem Ort hätten aus Altersgründen aufgehört, und jüngere Narren seien für kleinere Gruppen nicht zu begeistern. Sie würden sich lieber den großen Gruppen anschließen, die derzeit mit ihren Wagen von Zug zu Zug tingeln. Und so war auch in Kempen das Hardrock Café aus Braunsrath mit einem riesigen Wagen dabei, der schon in den Nachtzügen mit der großen, beleuchteten E-Gitarre für Furore gesorgt hatte.

Bunte Truppe ganz grün

Angeführt wurde der Kempener Zug traditionell mit einem kleinen Gefährt aus Karken, das mit dem Schriftzug „Dr Zoch kütt”, die aktiven Jecken auf der Straße ankündigte. An zweiter Stelle folgte wie gewohnt das Ophovener Trommler- und Pfeifercorps als Lappen-Clowns. Als knallgrüne Frösche war die Bunte Truppe dabei. Dem „Bonte Hoop” als Vogelscheuchen folgte das in Kostümen zum gleichen Motto gekleidete Effelder Trommler- und Pfeifercorps.

Hexen und Zauberer

Die Theberather Knallköppe kamen als Hexen und Zauberer daher. Nach Ägypten entführten die Hochbrücker Wagenbauer die Narren am Straßenrand und machten mit ihrem eindrucksvollen Gefährt ihrem Namen alle Ehre. Traditionell in Kempen unterwegs waren das Haarener Kinderprinzenpaar und eine Fußgruppe, die als Glücksbringer mit großformatigen Kleeblättern schön anzusehen war.

Als dritte Musikeinheit war natürlich auch das Kempener Trommler-, Pfeifer- und Bläsercorps im Zug vertreten. Ihm folgte der Elferrat mit dem Kinderprinz auf einem Wagen, bevor der Prinzenwagen in Form einer großen Kutsche sich hinten anschloss. Prinz Guido I (Peters) und Prinzessin Doris (Neuber) hatten zuvor alle Zugteilnehmer herzlich begrüßt.

Das fiel dem Prinzen als amtierendem Sitzungspräsidenten der Kemper Gröne nicht schwer. Diese Aufgabe für eine Session einmal abgeben zu können, hat er genossen, wie er zum Abschluss verriet. „Vor allem bei der Galasitzung”, sagt er.

Da konnte ich in diesem Jahr einmal ganz entspannt zusehen.” Wie er überhaupt mit seiner Prinzessin auf eine schöne Session zurückblickt. Mit einer Ausnahme: Bei einer Tour durch die Säle hat sein Adjutant die Tür des Prinzenmobils einmal zu schnell zugemacht. Zwei Finger des Prinzen hat das arg in Mitleidenschaft gezogen. Viel Lob findet Guido I schließlich für die neue Freundschaft zwischen den Kempener Grönen und den Kerkever Jekke, aus der die Spaßgesellschaft
„Kemphoven” mit dem Ruf „Helaaf” entstanden ist. Sogar eine eigene, kleine Standarte hat der Freundesclub schon.
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