Wassenberg - Trauerhilfe: „Schatzsucher“ geben Einblicke in ihre Arbeit

Trauerhilfe: „Schatzsucher“ geben Einblicke in ihre Arbeit

Von: Anna Petra Thomas
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Susanne Hoeren erläuterte den Besuchern die Arbeit der „Schatzsucher“ in Wassenberg, hier anhand einer Erinnerungs-Urne. Foto: Anna Petra Thomas

Wassenberg. Zu einem Tag der offenen Tür anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens hatten die „Schatzsucher“ ins Pfarrheim von St. Mariä Himmelfahrt in der Wassenberger Oberstadt eingeladen. „Schatzsucher“ nennt sich ein Hilfsangebot für trauernde Kinder und Jugendliche des ökumenischen ambulanten Hospizdienstes Regenbogen.

„Angefangen haben wir auf dem Kühlerhof in Doveren“, erzählte Susanne Hoeren, die Leiterin von „Schatzsucher“. 2012 ging es dann weiter in Myhl, bevor im Frühjahr 2014 die Räume in Wassenberg, im Untergeschoss des Pfarrheims, bezogen wurden.

130 Kinder und Jugendliche seien in den ersten fünf Jahren begleitet worden, so Hoeren weiter, bei der Trauer um einen Verstorbenen oder in ihrer Angst vor Verlust bei Erkrankungen von Geschwistern oder Eltern. Derzeit sind die „Schatzsucher“ in drei Gruppen aktiv, in eine für Fünf- bis Neunjährige, eine für die Altersgruppe 10 bis 14 und eine für die Altersgruppe 15 bis 18 Jahre. Jeweils 14-tägig für eineinhalb Stunden treffen sich die Gruppenmitglieder mit Mitgliedern des Teams. Dazu gehören neben Susanne Hoeren und ihrem Stellvertreter Björn Clahsen noch Kathleen Schönefeld, Ingeborg Röhling, Tanja Günther und Maria Schröders.

Bei jedem Treffen heißt es in einem Raum zunächst in einem Sitzkreis ankommen und erzählen, bevor es dann im Nebenraum an die praktische Arbeit geht. Da werden zum Beispiel Kisten für Erinnerungsstücke gebastelt, Gipsmasken aus Ton hergestellt, große Betttücher der jeweiligen Gefühlslage angepasst bemalt oder auch einfach nur mal Kicker gespielt. „Hier und da sind zudem auch schon einmal Einzelbegleitungen notwendig“, weiß Susanne Hoeren.

Zwischen zwei und drei Monaten bleiben die Kinder durchschnittlich in den Gruppen. „Wir hatten aber auch schon Kinder, die drei Jahre hier waren“, so Susanne Hoeren. Es gebe auch Kinder, die nach einer gewissen Zeit noch einmal wiederkommen.

Beim Tag der offenen Tür hatten die Besucher nicht nur Gelegenheit, sich die beiden Räume der „Schatzsucher“ anzuschauen, sondern auch Ergebnisse der Beschäftigungsangebote in den Gruppen.

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