Trash-Art-Installation: Neue Skulptur im Stadtpark

Von: Monika Baltes
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Skulptur im Stadtpark enthüllt: Bürgermeister Michael Stock (r.) und Franz-Wilfried Jansen. Foto: Monika Baltes

Wegberg. Der Anlass war perfekt, um Vergangenheit und Zukunft zu verbinden. Im Rahmen der Festlichkeiten zur 1050-Jahr-Feier der Stadt Wegberg enthüllte Bürgermeister Michael Stock zusammen mit dem „Projektleiter“ Franz-Wilfried Jansen, der nicht Künstler genannt werden möchte, eine Skulptur im Stadtpark, unweit des Mühlenweihers.

Etwa drei Meter hoch ist die Trash-Art-Installation aus Edelstahl und einem verrostetem Hydrantenkern, die der Stadt Wegberg für ein Jahr zur Verfügung gestellt wird. Damit bekommt der Stadtpark eine „Speakers corner“. Auf der Wurzelplattform einer gefällten Eiche ist eine runde Edelstahlplatte eingelassen, in die Namen von Sponsoren und ein QR-Code mit dem Zugang zu einem „Poetree“-Netzwerk eingelasert sind. „Ein Wortspiel, das den Baum (englisch: tree) einbezieht“, erklärte Jansen. Der QR-Code führt den Nutzer zur unmittelbaren Vernetzung mit einem Forum für Verbesserungsvorschläge und Anregungen für die Gestaltung der Stadt Wegberg.

Der 20 Zentimeter über der Rasenfläche erhabene Stumpf lädt zum Vortrag im Freien ein. Die Stadt Wegberg erhält somit einen „Hide Park“, in den man sich betrachtend zurückziehen und vortragend präsentieren darf. Noch ein Wortspiel, das an den Londoner Hyde Park erinnert. Bewusst habe er sich aber für das englische hide (verstecken, verbergen) entschieden, erläuterte Jansen, der sein Kunstwerk ausführlich erklärte.

Die unmittelbar hinter dem Baumstumpf fest verankerte Skulptur „Dream Pump“ materialisiere den Fördergedanken von Poesie und Träumen. Der Strahl der Mühlenweiher-Fontäne im Hintergrund mache die sprudelnden Gedanken und Visionen symbolisch sichtbar, die im Schutz der Orbit-ringe aus dem Kern des Hydranten zu Tage gefördert werden. Schmiedekunst des vergangenen Jahrtausends diene als Plattform von Produkten rostfreier Lasertechnologie. Bodenständigkeit erlaube den Aufschwung in die scheinbare Grenzenlosigkeit jenseits der Baumwipfel.

Bodenständigkeit im eigentlichen Sinne erwies sich dann auch als große Herausforderung bei der Installation des Kunstwerks. Denn sowohl Statik als auch Verankerung mussten wohldurchdacht und penibel vorbereitet werden. Bohrungen wurden nötig, um Standsicherheit zu garantieren. Seinen Urlaub habe er unterbrochen, um bei den Vorbereitungen vor Ort zu sein, erzählte Jansen.

Und er warnte vor möglichen Nebenwirkungen, die den Reiz des Kunstwerks ausmachen: Die Re-flektion der Sonnenstrahlen, der Himmel, der sich in den Kreisbahnen spiegelt, der Widerschein der grünen Vegetation, die Schwingung der leichten drei Millimeter starken Orbitringe.

Auch akustische Überraschungen warten auf neugierige Ohren. Denn der Herbstwind wird dem Kunstwerk mit seinen Lochungen und Überlappungen voraussichtlich „die Flötentöne beibringen“. In eine edle goldene Verpackung war die Skulptur gehüllt worden. Bürgermeister Michael Stock entfernte sie vorsichtig, um den Blick auf den „Kristallisationspunkt von Poesie und Wirtschaftsleben“ freizugeben.

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