Heinsberg-Oberbruch - Tränen und Ovationen beim Neujahrskonzert des Instrumentalvereins Karken

Tränen und Ovationen beim Neujahrskonzert des Instrumentalvereins Karken

Von: Anna Petra Thomas
Letzte Aktualisierung:
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Über volles Haus freute sich auch beim diesjährigen Neujahrskonzert der Instrumentalverein Karken.
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Er kam für das Projekt Neujahrskonzert, und er wird bleiben: Dirigent Phil van Landeghem.

Heinsberg-Oberbruch. Vieles war Musikern und Zuhörern vertraut beim inzwischen 22. Neujahrskonzert, zu dem der Instrumentalverein Karken zusammen mit der Harmonie Concordia Melick in die Festhalle nach Oberbruch eingeladen hatten.

Auch dieses Mal platzte die Halle aus allen Nähten, und doch fehlte einer: Karkens gleichsam beliebter wie begeisternder Dirigent Mark Partouns, der selbst zu den Initiatoren der Konzertreihe gehört hatte und der im vergangenen September im Alter von nur 46 Jahren so plötzlich verstorben war.

An ihn erinnerte Vorsitzender Manfred Kamps in seiner Begrüßung. Was das Orchester heute sei, habe Partouns quantitativ und qualitativ aus ihm gemacht, betonte Kamps. „Er hat uns jedes Jahr ein kleines Sternchen hinzugefügt.“ Und doch habe Partouns immer nach der Devise gelebt, nur temporärer Begleiter des Vereins sein zu können. Sein Tod sei trotzdem ein „tiefer emotionaler Schnitt“ gewesen, „bei dem wir bis heute nicht wissen, wie wir damit umgehen sollen. Es ist bei uns sehr schwierig“, gestand der Vorsitzende.

Dennoch habe der Verein mit Phil van Landeghem, Studienkollege und Freund von Mark Partouns, einen Dirigenten für das Projekt Neujahrskonzert gewinnen können. Mehr noch, nach dem gelungenen, mit Ovationen gewürdigten Konzert, verkündete Kamps vor der Bühne, neben dem wie auch viele Musiker zu Tränen gerührten Dirigenten stehend, dass dieser auch künftig der Leiter des Orchesters bleiben werde.

Die Karkener Musiker hatten ihr Konzert begonnen mit dem 1996 von Jan van der Roost für das Blasorchester des belgischen Eisenbahnarsenals komponierten Konzertmarsch „Arsenal“.

„Kino für die Ohren“

Moderatorin Marion Frenken führte die Zuhörer ebenso gekonnt weiter ein in die Oper „Tancredi“ von Gioacchino Rossini, deren Ouvertüre die Karkener perfekt spielten. Spaß machte dann vor allem den Schlagwerkern das 2008 von Otto M. Schwarz komponierte Stück „Around the World in 80 Days“, wahrhaft „Kino für die Ohren“, wie die Moderatorin bemerkte.

Einen Ausflug nach Spanien machten die Musiker mit dem Pasodoble „Mar I Bel“ von Ferrer Ferran, bei dem Trompeter Achim Lind als Solist überzeugte.

Dass die Karkener nicht nur Klassik, sondern genauso gut Rock auf die Bühne bringen können, bewiesen sie mit dem Medley zu Deep Purple, arrangiert von Toshihiko Sahahsi. Mit dem Marsch „Wo uns´re Fahne weht“ von Johann Strauß Sohn verabschiedeten sich die Karkener aus ihrem Konzert, fügten ihm aber nach den Ovationen des Publikums noch den Königgrätzer Marsch hinzu.

Mit ihrem neuen Dirigenten Martijn Pepels gestaltete die Harmonie Concordia Melick den zweiten Teil des Abends. Ganz klassisch ging sie mit der Ouvertüre zur Operette „Die schöne Galatheé“ von Franz von Suppé an den Start. Es folgten drei Stücke aus den „Symhonic Dances“, mit denen die Musiker ihre Zuhörer in die Renaissance, zum Tango nach Argentinien und zu den Cowboys in den Wilden Westen mitnahmen. Begeistert war das Publikum von Klarinetten-Solistin Kim Moenis-Rijks in „Viktor´s Tale“ aus dem Film „The Terminal“ (John Williams) ebenso wie von der „Carmen-Suite No. 1“ (Georges Bizet), „Buglers Holiday“ (Leroy Anderson) sowie „Gold und Silber“ (Franz Lehár). Auch die mehr als 70 Musiker aus den Niederlanden kamen natürlich ohne Zugabe nicht von der Bühne. Sie begeisterten dabei noch einmal mit einem Radetzky-Marsch.

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