Traditionelle Quirinus-Kirmes: Ein Kamel stiehlt den Pferden die Schau

Von: agsb
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Exotischer Gast: Ein Kamel hat Pfarrer Ralf Schlösser bei der Pferdesegnung in Millen nicht alle Tage vor sich. Foto: agsb

Selfkant-Millen. Großer Bahnhof am Samstagabend in der Propstei Millen. Zur traditionellen Millener Quirinus-Kirmes wurden die Quirinus-Freunde aus Neuss, Perl an der Mosel und St. Quirin aus Frankreich begrüßt. Nach einem Essen in der Zehnscheune wurde die Wanderausstellung eröffnet, hier wird das Leben und Wirken des heiligen Quirinus aufgezeigt.

Die Quirinus-Freunde treffen sich alljährlich, im nächsten Jahr geht es an die tschechische Grenze. Parallel zur Veranstaltung fand der Königsball statt, hier stand das Königspaar mit Schützenkönigin Sandra Venrath und Königsgemahl Hajo nicht zum ersten Male im Mittelpunkt.

Der Sonntag sah am Morgen zunächst die Prozession zum Kapellchen und Kranzniederlegung am Ehrenmal vor, anschließend stand die traditionelle Pferdesegnung auf dem Programm. Den erneut zahlreichen Besuchern bot sich ein herrliches Bild. Pfarrer Ralf Schlösser sprach kurze Fürbitten und bat um den Schutz der Pferde durch den heiligen Quirinus. Pferde spielen in unserer Region eine besondere Rolle, stellten sie bis vor wenigen Jahrzehnten doch die Existenzgrundlage der Bevölkerung dar und hatten eine Arbeitskraft, die man nicht bezahlen konnte.

In diesem Jahr gab es eine Überraschung, denn sogar ein Kamel erhielt den Segen Gottes. Dieses Kamel war nachher auf der Wiese an der Propstei und dem Quirinus-Vereinsheim der Schützenbruderschaft Millen der Publikumsmagnet. Viele Kinder durften auf dem Kamel eine Runde drehen, eine gelungene und nicht alltägliche Kirmesattraktion. Am Nachmittag gab es für die Quirinus-Freunde die Möglichkeit zum Besuch des Westzipfels, ferner konnte die 1000 Jahre alte Millener St.-Nikolaus-Pfarrkirche besichtigt werden. Gegen 16 Uhr verabschiedeten sich die meisten Freunde, bereits voller Vorfreude auf das Wiedersehenstreffen im kommenden Jahr.

Zur selben Zeit blickten die Schützen besorgt zum Himmel, denn das Aprilwetter schlug am Sonntag seine Kapriolen. Es gab zwar hier und da einen blauen Horizont, jedoch im Handumdrehen schlug das Wetter um und brachte nicht nur Regenschauer. Als der Himmel dann sein lachendes Gesicht zeigte, marschierte der Festzug mit den Freunden der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Tüddern sowie dem Instrumentalverein Tüddern zum Königshaus in der Kirchstraße. Hier wurden die Majestäten abgeholt, mit schnellen Schritten ging es dann unter sicherer Begleitung durch die Feuerwehreinheit Millen/Tüddern durch den festlich geschmückten Ort.

Das Wetter hielt, so lockte die Parade an Propstei und Vereinsheim viele Besucher an. Es folgte ein buntes Treiben am Vereinsheim. Der Kirmesmontag brachte dann zunächst das Hochamt und danach die Autosegnung, auch diese ist mittlerweile Tradition in Millen. Nach dem Festzug am Nachmittag mit der Folkloregruppe wurde zum Klompeball im Vereinsheim geladen – auch hier hält die Quirinus-Schützenbruderschaft an Traditionen fest.

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