Totschlagprozess: Frau war tot, bevor sie verbrannt wurde

Von: ger
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Stefan D. hat bereits zugegeben, seine Lebensgefährtin getötet zu haben. Symbolfoto: Holger Hollemann

Mönchengladbach/Wegberg. Der Totschlagsprozess gegen Stefan D. ist am Freitag vor dem Landgericht Mönchengladbach fortgesetzt worden. Dabei ist der Obduzent der Frauenleiche, die in dem Haus im Wegberger Ortsteil Kipshoven gefunden worden war, vernommen worden.

Tenor seiner Aussage war laut Gerichtssprecher Raimond Röttger, dass die Frau nicht durch das Feuer in dem Haus ums Leben gekommen sei. Sie sei „definitiv“ schon vor dem Brand tot gewesen. „Ob sie verblutet oder erstickt ist, konnte der Obduzent nicht feststellen“, sagte Röttger, da dies durch den Brand nicht mehr festgestellt werden konnte.

Stefan D. hatte bei einem vorangegangen Verhandlungstag bereits zugegeben, seine Lebensgefährtin mit einem Schnitt durch die Kehle getötet zu haben. Zur Ursache des Feuers, das anschließend ausbrach, machte der Angeklagte nur vage Angaben.

Die Staatsanwaltschaft wirft Stefan D. vor, dass er das Haus, in dem er mit seiner damaligen Lebensgefährtin wohnte, in Brand gesteckt hat. Dafür soll er die tote Frau ins Bett gelegt haben, unter das er mehrere Propangasflaschen stellte. Dann habe er Feuer gelegt, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft.

Weitere Erkenntnisse erhofft sich das Gericht vom Verhandlungstag am 14. Juni. Dann sind ein Psychologe und ein Brandsachverständiger geladen. Ein Urteil wird für den 19. Juni erwartet.

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