Tollitäten setzen beim Kückhovener Japstöck klare Richtlinien

Von: hewi
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Das Sagen über die Kückhovener Narren haben Prinz Franz-Josef I. und Prinzessin Karin I. von Bürgermeister Peter Jansen übernommen, Vizebürgermeisterin Christel Honold-Ziegahn überreichte den Stadtschlüssel. Foto: Dahmen

Erkelenz-Kückhoven. Auf ihrer ersten Galasitzung der Session proklamierten die Japstöck ihr mittlerweile 58. Prinzenpaar in der Vereinsgeschichte: Franz-Josef I. und Karin I. (Eheleute Lemmens). Sie stammen aus der „Nachbarschaft Maar”, aus der sie auch ihren Hofstaat rekrutieren.

Pünktlich um 19 Uhr marschierte das Trommlercorps mit den Kükage-Aktiven auf, um die versammelten Jecken in der Mehrzweckhalle zu begrüßen. Präsident Günter Wallrafen erklärte, dass die Tollitäten ihren ersten Einmarsch in die Halle sicherlich nicht vergessen würden. Und tatsächlich genossen Franz-Josef I. und Karin I. den Einmarsch sichtlich und ließen sich auch Zeit, um am Wegesrand das eine oder andere Bützchen zu wechseln.

Prinz Franz-Josef ließ auch auf der Bühne nichts anbrennen und legte sofort mit seiner Regierungserklärung los. Bürgermeister Peter Jansen, der mit Verstärkung durch seine Stellvertreterin Christel Honold-Ziegahn zur Schlüsselübergabe gekommen war, habe bis Aschermittwoch nichts mehr zu sagen, verkündete der Prinz. Für die Zeit seiner Regentschaft sollten „Griesgräme und Miesmacher” Zuflucht in der Mehrzweckhalle suchen, wenn draußen der Straßenkarneval tobt.

Wie das mit dem Toben auszusehen hat, davon hatte der Prinz auch ziemlich klare Vorstellungen. So dürfe niemand die Veranstaltungen der Kükage vor den Tollitäten verlassen und Aufforderungen zum Tanz durch die Prinzessin hätten Befehlscharakter. Der Elferrat solle sich um die Marketenderinnen kümmern, und das Prinzenlied sollte auch jeder kennen. Doch auch dem Nachwuchs galt die Sorge des Prinzen. Denn er verfügte, dass die Eltern ihren Kindern den Karneval als Brauchtum nahebringen sollten, damit dieses Stück Dorfgeschichte nicht verloren gehe.

„Die Macht abzugeben, macht Spaß”, erklärte Jansen, als der den Schlüssel zur Stadt überreichte. Die Japstöck lobte er dafür, dass sie es jedes Jahr schaffen würden, ein Prinzenpaar an den Start zu bekommen und so das karnevalistische Brauchtum in Kückhoven weitertragen. „Geht vernünftig mit der Macht um”, mahnte er die Tollitäten, bevor es ans Bützen ging.

Das Programm ließ nichts zu wünschen übrig. Die Mischung aus eigenen Kräften und auswärtigen Künstlern kam beim Publikum bestens an. Mit von der Partie waren die erste und die zweite Tanzgarde, die Frauengruppe des TuS und das Männerballett Stieve Köttel.

Aus Düsseldorf waren die Werstener Showfanfaren angesagt und mit dem Tulpenheini aus dem belgischen Eynatten stand ein alter Bekannter auf der Bühne. Auch die Erkelenzer Band Hätzblatt durfte nicht fehlen. Den krönenden Abschluss präsentierte die Funkengarde der EKG. Mit von der Partie waren auch in diesem Jahr wieder die Reiter des CV Galopp aus Kerkrade, mit denen die Kükage eine innige Freundschaft verbindet.
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