Hückelhoven - Todesfall auf Zechengelände: Ermittlern stellen sich viele Fragen

Todesfall auf Zechengelände: Ermittlern stellen sich viele Fragen

Von: Stefan Klassen
Letzte Aktualisierung:
13093611.jpg
Gruben-Fuhrpark an Schacht 3: Die Polizei hat den Unglücksort mit der Kipplore abgesperrt. Foto: CUH
Unfall Kind Lore
Nach erster Versorgung an der Unfallstelle wurde der Junge in eine Klinik gebracht, wo er später starb. Foto: CUH
hückelhoven zeche unfall
Nach erster Versorgung an der Unfallstelle wurde der Junge in eine Klinik gebracht, wo er später starb. Foto: CUH
Kind Unfall Lore
Nach erster Versorgung an der Unfallstelle wurde der Junge in eine Klinik gebracht, wo er später starb. Foto: CUH
Hückelhoven unfall zeche
Nach erster Versorgung an der Unfallstelle wurde der Junge in eine Klinik gebracht, wo er später starb. Foto: CUH

Hückelhoven. Haben Kinder beim Herumtollen auf der alten Kipplore ihren kleinen, noch nicht einmal zweijährigen Spielkameraden aus Versehen eingeklemmt, so dass er tödlich verletzt wurde? Durften die Kinder überhaupt auf dem Gelände spielen? Und waren die alten Grubenfahrzeuge auf dem Gelände von Schacht 3 ordnungsgemäß gesichert?

Diese und weitere Fragen stellen sich nun den Ermittlern der Polizei, nachdem am Samstag ein kleiner Junge beim Spielen auf dem ehemaligen Gelände der Zeche Sophia-Jacoba ums Leben gekommen war. Er starb in einem Krankenhaus in Mönchengladbach, Rettungskräfte und Ärzte konnten ihm nicht mehr helfen. Die Eltern erlitten einen schweren Schock.

Nach Angaben von Polizeisprecher Karl-Heinz Frenken handelt es sich um einen „tragischen Unglücksfall“. Noch sei nicht klar, ob der kleine Junge in Begleitung seiner Eltern auf dem ehemaligen Zechengelände unterwegs war. „Auf jeden Fall waren andere Kinder dabei“, so Frenken. Die Eltern und ihr Kind gehörten vermutlich zu Besuchern eines Zirkus, der zurzeit auf dem zur Jacobastraße gelegenen Teil des Platzes gastiert.

Um das ehemalige Zechengelände kümmert sich seit vielen Jahren der Förderverein Schacht 3 mit dem Vorsitzenden Detlef Stab. Am Denkmalstandort mit dem markanten Förderturm befinden sich auch Relikte aus dem ehemaligen Untertage-Fuhrpark von Sophia-Jacoba – Grubenzüge und andere Maschinen. Detlef Stab wollte und konnte sich am Sonntag nicht zu dem tragischen Unglück an Schacht 3 äußern. Er wolle sich erst selbst ein Bild am Unglücksort machen. „Außerdem hat bislang die Polizei noch nicht mit uns gesprochen.“

Die Ermittler werden nun klären müssen, ob sich die Kinder rechtmäßig auf dem ehemaligen Zechen­areal aufgehalten haben und ob Aufsichts- und Sicherungspflichten verletzt wurden. Polizeisprecher Frenken kündigt an, dass „alles auf den Prüfstand kommt und Ermittlungen in größerem Rahmen“ eingeleitet werden.

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert