Theaterspaß im Dienst der guten Sache

Von: Monika Baltes
Letzte Aktualisierung:
8636164.jpg
„Thommys tolle Tanten“: Beim Laientheater Almenrausch Effeld laufen die letzten Proben. Premiere ist am Freitag, 24. Oktober. Foto: Monika Baltes

Wassenberg-Effeld. Kaum sitzt die Perücke, wird der Gesichtsausdruck streng. „Zwingende Voraussetzung für das Mietverhältnis“, erklärt Brigitte Nussbaum, seien die Porträts der Geschwister Amalie, Emilie und Lobelie. Ihr Ton wird noch unerbittlicher, als sie „bei Nichtbeachtung mit Mieterhöhung“ droht. Schallendes Gelächter ringsum.

Zu lachen gibt es viel an diesem Abend beim Laientheater Almenrausch Effeld. Wie an jedem Montag hat sich die fröhliche Gruppe im Vereinsheim der Effelder Vereine eingefunden. Die Probenarbeiten unter der Regie von Willy Ritterbecks gehen in die heiße Phase, in knapp drei Wochen wird Premiere im Bürgerhaus Effeld gefeiert. „Thommys tolle Tanten“ wollen die Herzen des Publikums im Sturm erobern.

Heike Krause, die Maskenbildnerin, steht vor dem Problem, mit gekonnten Handgriffen ganz normale moderne Frauen äußerlich in ältliche Tanten mit Dutt zu verwandeln. „Die größte Herausforderung sind die, die schön bleiben wollen“, lacht sie. „Und genau da haben wir keine Chance“, kontert Verena Schöders, quittiert von Gelächter.

„Die Leute wollen lachen“, diese Erfahrung hat auch Gaby Forger-Pommerening, die erste Vorsitzende des Vereins, gemacht. Sie zeichnet verantwortlich für die Auswahl der Stücke. Bereits wenige Wochen nach dem letzten Vorhang macht sie sich wieder auf die Suche. In diesem Jahr fiel ihre Wahl auf ein Lustspiel in vier Akten von Wilfried Reinehr: „Thommys tolle Tanten“.

Thommy Flitter wohnt zur Untermiete bei drei unverheirateten Schwestern älteren Semesters. Wie soll er seine häufigen Damenbesuche und die zwei heimlichen Mitbewohner vertuschen, wenn die drei „Täntches“ ständig unangemeldet hereinplatzen? Als er von einem englischen Onkel als Erbe eingesetzt wird, ist an die Erbschaft eine fast unannehmbare Bedingung geknüpft: Thommy soll die Witwe des Verstorbenen bei sich aufnehmen und selbst so lange ledig bleiben, bis die Tante wieder verheiratet ist. Und das ausgerechnet, als er sich ernsthaft verliebt hat! Das kann doch nur zu Komplikationen führen – die auf der Bühne genüsslich und mit viel Spaß ausgelebt werden.

Ein Großteil des Erlöses geht wie jedes Jahr an das Kinderhospiz „Balthasar“ in Olpe. „Wir wollen ja kein Geld verdienen, wir behalten nur, was wir für Bühne, Requisiten und Kostüme brauchen“, sagt Verena Schöders.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert