Theatergruppe Braunsrath: Am Ende geht der Casanova leer aus

Von: anna
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Beim Maßnehmen an Frau Fleckenstein (Andrea Hohnen) hat Schneidermeister Paul Kieselstein (Norbert Schlebusch) seinen Spaß. Foto: anna

Waldfeucht-Braunsrath. Die Rolle ist ihm wirklich auf den Leib geschneidert, dem „Casanova“ Norbert Schlebusch, der zurzeit als Schneidermeister Paul Kieselstein auf der Bühne in der Braunsrather Festhalle die Damenwelt bezirzt und dabei mächtig die Lachmuskeln der Zuschauer strapaziert.

„Schuld war nur der Casanova“ heißt das Stück, mit dem die Theatergruppe Braunsrath am Wochenende in zwei Aufführungen eine gelungene Premiere und zugleich ihr 30-jähriges Bestehen feierte.

In dem Stück von Wilfried Reinehr mit drei, jeweils fast einstündigen, aber nie langweiligen Akten lebt Kieselstein mit seinem Sohn Kuno (Lennet Middendorf) und Haushälterin Barbara (Karin Kuske) unter einem Dach. Obwohl er Barbara Hoffnungen auf eine Heirat gemacht hat, bändelt er mit jeder Frau an, die seinen Weg kreuzt. Als die Haushälterin verreist, schleust Kuno kurzerhand seine Freundin Elisabeth (Vera Schmitz) als Ersatz in das Haus und gibt sie als Barbaras Nichte aus.

Dem Casanova Paul gefällt das junge Mädchen, das fortan seinen gesamten Charme zu spüren bekommt. Als Barbara von der Reise zurückkehrt, erkennt sie, dass Kunos Freundin tatsächlich ihre Nichte ist. Am Ende geht der Casanova jedoch leer aus, denn sein Freund Heinz Kieselberg (Klaus Soetzen) schnappt ihm seine Barbara weg und die junge Elisabeth bleibt seinem Sohn Kuno treu.

Für zusätzliche Verwirrung und Aufregung im Stück sorgen neben Barbaras Schwester (Nelly Dohmen) auch die Nachbarn, Herr und Frau Fleckenstein (Mario Moll und Andrea Hohnen). „Das ist ja lächerlich, was Sie hier aufführen!“, protestiert Kuno nach einer Attacke des eifersüchtigen Herrn Fleckenstein, die eigentlich seinem Vater galt. „Man kommt sich ja hier vor wie im Braunsrather Theater“, fügt er gelungen hinzu und sieht sich einem zugleich lachenden und jubelnden Publikum gegenüber.

Zufrieden waren nach der Premiere auch die Regisseurinnen Wilma Nobis und Margret Geldmacher. Der Dank der Darsteller ging an die Souffleusen Hildegard Sentis und Uschi Ohlenforst, an Inge Zimmermann und Anneliese Poschen für die Maske sowie an Karl-Heinz Knoben und Manni von der Loo fürs Bühnenbild.

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