Heinsberg-Kirchhoven - Theatergruppe begeistert mit Lokalkolorit

Theatergruppe begeistert mit Lokalkolorit

Von: Anna Petra Thomas
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Turbulent ging es auch in diesem Jahr wieder zu bei der Theatergruppe der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Kirchhoven. An gleich zwei Abenden wurde sie vom begeistertem Publikum gefeiert. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg-Kirchhoven. „Das war filmreif!“ Peter Peters, General der Kirchhovener Schützenbruderschaft, sprach nach der Vorstellung auf der Bühne aus, was viele Gäste im Publikum dachten. Es war eine rundum gelungene Vorstellung der Theatergruppe der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Kirchhoven in der Mehrzweckhalle.

„Vöhl Honger, e bitschkes schwanger un en Bröllkauv“, war der bezeichnende Titel für ein Stück, bei dem es nicht nur drunter und drüber ging, sondern das in diesem Jahr erstmals gleich an zwei Abenden aufgeführt wurde. Der Lohn der Mühe waren insgesamt rund 500 begeisterte Zuschauer.

Bei dem Lustspiel in drei Aktien, das im Original „Der störrische Brautvater“ heißt und von Walter G. Pfaus geschrieben wurde, wuchs Gerd Geiser in der Rolle des Fuhrunternehmers Hubert Schörjers quasi über sich hinaus, was seine schauspielerische Leistung betrifft, vor allem, als er erfährt, dass seine Tochter Diana (Vera Geiser) vom Sohn seines Erzfeindes schwanger ist. Dann gesteht ihm seine Schwester Sophie (Petra Claßen) ein Verhältnis mit seinem Fahrer Jupp (Jürgen Houben).

Doch damit nicht genug, hetzt ihm die Nachbarin Frau Dickmann (Sabine Heggen) das Gewerbeaufsichtsamt auf den Hals. Grund genug für Hubert, vollkommen auszurasten und alle zu tyrannisieren. Das nützt jedoch nichts, weil der zukünftige Schwiegersohn Peter Pratels (André Geffers) bereits mit seinen Eltern Franz (Christoph Geiser) und Beate (Nadine Hörter-Timmermanns) vor der Tür steht, weil er um die Hand seiner Liebsten anhalten will. Hubert ist gegen die Hochzeit, und dann wendet sich auch noch seine Frau Margret (Kerstin Baltes) gegen ihn...

Aber wie es so ist: Am Ende wird alles gut. Noch besser kam beim Publikum an, dass die Theatergruppe sehr viel Lokalkolorit ins Stück eingebracht hatte, nicht nur mit „Kerkever Platt“ vom „Fräetbies“ bis zum „vleddigen Boffelskopp“, sondern auch mit Anmerkungen zum aktuellen Geschehen im Dorf. Aufs Korn genommen wurden dabei zum Beispiel die Bauarbeiten zur Verlegung der Glasfaseranschlüsse.

Nicht nur das Publikum, auch die Schauspieler waren glücklich über zwei gelungene Auftritte, darüber hinaus auch Regisseurin Waltraud Philippen, Souffleuse Katja Ohligschläger und Maskenbildnerin Jaqueline Günther.

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