Erkelenz - Termin für die nächste Musiknacht ist schon gefunden

Termin für die nächste Musiknacht ist schon gefunden

Von: hewi
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Gut gemacht: Die Akteure und Unterstützer der Musiknacht im Mai freuen sich über zweimal 3500 Euro aus dem Erlös der Musiknacht, vor allem aber Organisator Fred Feiter (4.v.l.). Foto: hewi

Erkelenz. Am Ende war nicht nur Ideengeber Fred Feiter zufrieden mit der ersten Erkelenzer Musiknacht am 22. Mai. Dabei hatte er anfangs „Bauchschmerzen“, als der Vorverkauf der Buttons nicht so lief, wie er es gehofft hatte. Das räumte Feiter bei der Spendenübergabe im Sitzungssaal des Rathauses ehrlich ein.

Am Ende reichten die Buttons, die als Eintrittskarten für alle Veranstaltungen an dem Abend galten, nicht aus. Verteilt über die ganze Innenstadt, fanden die Konzerte im Halbstundentakt statt und sorgten für viel Bewegung zum Musikgenuss am lauen Frühlingsabend. In den Kirchen und Banken wurde ebenso aufgespielt wie im Alten Rathaus, in der Krypta und in der Leonhardskapelle.

Dafür hatte Feiter die Erkelenzer Musikszene vom Kirchenchor und Musikverein bis zu Mundart-Band und Unplugged mobilisiert. Alle Musiker verzichteten für den guten Zweck auf ihre Gagen. Und so konnte nach Abzug aller Kosten und aufgerundet durch Kreissparkasse und Volksbank die stolze Summe von 7000 Euro an den Flüchtlingshilfsverein „Willkommen in Erkelenz“ und den Arbeitskreis Flüchtlinge überreicht werden.

„Die nächste Musiknacht ist schon in Arbeit“, verriet Feiter. Am Freitag vor Pfingsten (13. Mai 2016) soll die zweite Auflage der Musiknacht wieder die Besucher in die Stadt locken. „Da steckt noch eine Menge Potenzial in Erkelenz, das wir zusammenbringen wollen“, sagte auch Christoph Stolzenberger von der Kultur GmbH, der das Projekt für die Stadt begleitet. Nachgedacht wird auch darüber, ob man neue Räume dazu nimmt, um ein zu großes Gedränge bei einzelnen Konzerten zu vermeiden. Beim Konzert von Hätzblatt in der Leonhardskapelle habe sich gezeigt, dass man auch in größeren Dimensionen denken müsse, betonte Feiter.

Große Bereitschaft zur Hilfe

Für den Flüchtlingshilfsverein betonte Wilfried Mercks, dass das Geld gerade jetzt sehr nötig sei. Genau wie die Stadt könne der Verein nicht mittelfristig planen, weil die Ankunft neuer Flüchtlinge nicht planbar sei. Von bisherigen Spenden konnte der Verein einen Bauwagen anschaffen, aus dem heraus in Neuhaus die rund 80 Bewohner der dortigen Unterkunft betreut werden. Viele kleine Ausgaben für Schulbücher oder einen neuen Fahrradschlauch summierten sich natürlich auch.

Die zweite Hälfte geht an den Arbeitskreis Flüchtlinge, der unter anderem durch den evangelischen Pastor Günter Wild vertreten war. Er verwies auch auf das Café International, das einen Treffpunkt für Flüchtlinge und ehrenamtliche Helfer biete. „Erkelenz hat eine Willkommenskultur“, betonte er auch mit Blick auf die vielen ehrenamtlichen Helfer und Spender. Dies sei derzeit nicht selbstverständlich in Deutschland. Auch der Erste Beigeordnete Dr. Hans-Heiner Gotzen sprach von einer großen Bereitschaft zur Hilfe in der Bevölkerung. „Da ist es gut, wenn jemand wie Fred Feiter einen Stein ins Rollen bringt und so viele Menschen bewegt“, erklärte er.

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