Taxentarife sollen um zehn Prozent erhöht werden

Von: disch
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Taxi
Wenn Kreisausschuss und Kreistag zustimmen, soll die neue Verordnung ab Februar gelten. Foto: Symbolbild/dpa

Kreis Heinsberg. Wenn der Kreisausschuss und der Kreistag den Verwaltungsvorschlägen für ihre nächsten Sitzungen folgen, dann werden die Taxentarife zum 1. Februar 2014 in Durchschnitt um 10,74 Prozent erhöht.

Wie den Verwaltungsvorlagen für den Kreisausschuss, der am Dienstag, 12. November, 18 Uhr, im Heinsberger Kreishaus tagen wird, zu entnehmen ist, hatte die Fachvereinigung Personenverkehr Nordrhein Taxi-Mietwagen bereits im April eine Änderung des aktuellen Taxentarifs beantragt, der seit November 2011 gültig ist. Dieser Antrag wurde mit den für das Taxigewerbe gravierend gestiegenen Kosten, insbesondere der Treibstoffpreise und Kfz-Versicherungsbeiträge, aber auch mit der geplanten Einführung des Mindestlohns begründet.

Konsolidierung

Die Industrie- und Handelskammer Aachen hatte in einer Stellungnahme erklärt, dass im Hinblick auf die in einem Gutachten über die Funktionsfähigkeit des Taxigewerbes aus dem Jahr 2011 festgestellte Unterdeckung eine betriebswirtschaftliche Konsolidierung weiter vorangetrieben werden solle. Außerdem sprach sich die IHK für ein für den Fahrgast nachvollziehbares Tarifsystem aus.

So soll nun nach dem weitgehend am Antrag der Fachvereinigung orientierten Vorschlag der Verwaltung der Grundpreis von 5,00 auf 5,50 Euro erhöht werden. Der Grundpreis beinhaltet pro Fahrt eine Anfangsstrecke von 2000 Metern sowie eine Anfangszeit von 432 Sekunden am Tag und 456 Sekunden in der übrigen Zeit.

Das Wegstreckenentgelt soll im Werktagtarif von 1,60 auf 1,80 Euro je Kilometer und im Nacht­tarif von 1,70 auf 1,90 Euro je Kilometer angehoben werden.

Wartezeiten

Der Preis für die Wartezeiten soll zukünftig berechnet werden mit 0,10 Euro je zwölf ­Sekunden (bislang 0,10 Euro je 13,33 Sekunden). Dies würde einem Preis für eine einstündige Wartezeit in Höhe von 30 Euro (bislang 27 Euro) entsprechen.

Allerdings soll der Taxifahrer fortan nicht verpflichtet sein, länger als 15 Minuten zu warten.

Für die Beförderung von gleichzeitig mehr als vier Fahrgästen mit einem Großraumtaxi oder für die ausdrückliche Anforderung eines Großraumtaxis oder für die Be­förderung von im Rollstuhl sitzenden Personen ist ein Zuschlag von 6,50 Euro zu zahlen; bislang waren für ein Großraumtaxi 6,00 Euro zusätzlich fällig. Für die Zahlung mit Karte statt bar kann ein Zuschlag in Höhe von einem Euro erhoben werden. „Blindenhunde sind unentgeltlich zu befördern“, wird in dem Entwurf für die neue Verordnung ausdrücklich herausgestellt.

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