Taubenplage: Gipseier sollen dem Federvieh das Brüten „vorgaukeln“

Von: hewi
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In Erkelenz sorgen Tauben für Ärger. Wegen der Gesundheitsgefährdung hat Wilfried Mercks nun einen offenen Brief an den Bürgermeister der Stadt geschrieben. Foto: imago/blickwinkel, Bildnummer: 60260303

Erkelenz. In der Stadt Erkelenz gibt es zu viele Tauben. Sie stellen eine Belästigung und Gesundheitsgefährdung dar, da ihre Ausscheidungen Krankheiten übertragen können. Dieser Auffassung ist Wilfried Mercks. Er spricht in einem offenen Brief an Bürgermeister Peter Jansen und die im Stadtrat vertretenen Fraktionen von einer „Taubenplage“.

Dieser müsse man nach Auffassung des ehemaligen Ratsmitglieds mit einem Stadttaubenkonzept entgegentreten, wie es die Stadt Tübingen getan hat. In seinem Schreiben erläutert Mercks die Maßnahmen. In seinen Vorschlägen gehe es nicht um „Vernichtung“, betont er.

Vielmehr solle die Population durch gezielte Maßnahmen reduziert werden. Dazu gehören zum Beispiel eine Eindämmung des Bruterfolgs und eine gezielte Steuerung des Aufenthaltes der Tiere durch das Angebot von Brutplätzen in Taubenschlägen oder Taubentürmen. In diesen Brutplätzen können die Eier in den Nestern durch Gipseier ersetzt werden und den Tauben ein Brüten „vorgaukeln“.

Andere Brutplätze in der Stadt sollen durch „Vergrämungsmaßnahmen“ unbrauchbar gemacht werden, zum Beispiel durch akustische Maßnahmen oder die Versperrung durch Draht. Auch sollte ein allgemeines Fütterungsverbot ausgesprochen und bei Zuwiderhandlung durch Bußgeld geahndet werden. Nur an den eigens dafür vorgesehenen Brutplätzen sollte noch gefüttert werden dürfen.

Die Bevölkerung sollte darüber hinaus früh genug über ihre Möglichkeiten zum Mitwirken informiert werden. Diese wäre das Entfernen von Brutplätzen und Eiern, Absperrung von beliebten Nist- und Landeplätzen. Die Größe einer Taubenpopulation hänge entscheidend vom Nahrungsangebot ab, also auch von den achtlos weggeworfenen Nahrungsabfällen.

Hier könne der Bürger durch einen umweltgerechten und verantwortlichen Umgang mit Nahrungsmitteln und der Umweltverschmutzung durch sein Verhalten maßgeblich Einfluss nehmen. „Eine langfristige Senkung des Taubenbestandes kann nur durch die Wegnahme der Gehege, Verringerung der wilden Nistplätze und der Nahrungsgrundlage erreicht werden“, betont Mercks in seinem Schreiben an Verwaltung und Politik.

Daher müsse seitens der Stadt Erkelenz gehandelt werden, um die durch Tauben verursachten Probleme einzudämmen.

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