Heinsberg-Oberbruch - Tatkräftige Unterstützung in Ruanda: Notwendig und Erfolgreich

Tatkräftige Unterstützung in Ruanda: Notwendig und Erfolgreich

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Engagiert sich für die Mitmenschen: Dr. Bernd Bierbaum
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Tanzaufführung von der Gruppe "Mama Afrika" aus Köln für das 20-jährige Bestehen des Vereins.

Heinsberg-Oberbruch. Die Ärmsten im Blick hat seit nunmehr 20 Jahren der Verein „Wir für Ruanda“, der sein Jubiläum auch auf dem Heinsberger Stadtfest, das am kommenden Wochenende in der City stattfinden wird, feiert.

Mit dabei sein wird natürlich – so wie in den gesamten 20 Jahren – Dr. Bernd Bierbaum, der mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnete Gründer und Vorsitzende des Hilfsvereins. Bierbaum war Ende August 1994 von einem Einsatz als Arzt in den Flüchtlingslagern rund um Goma im Osten des Kongos nach Deutschland zurückgekehrt. „Geschockt durch das Grauen des Genozids in Ruanda und das ungeheure Elend der Flüchtlinge, das ich erlebt habe, gründeten meine Freunde und ich im September 1994 den Verein ,Wir für Ruanda‘“, blickt der Allgemeinmediziner zurück. Seitdem hat der Verein im zentralen Afrika und besonders im Osten des Kongos und in Ruanda viele äußerst erfolgreiche Projekte initiiert.

Zahlreiche Projekte wie die Rehabilitation eines Krankenhauses im Kongo, der Aufbau von drei Lehrschreinereien und Schulen, die Lieferung von 1113 Tonnen Hilfsgütern und die Bereitstellung von Schulstipendien für 2599 Schüler sind neben vielen anderen Aktivitäten die größten Projekte der Arbeit. Bierbaum: „Seit fünf Jahren bauen wir das erste Schulzentrum für Kinder mit geistiger Behinderung in Ruanda auf und bilden die ersten acht Sonderpädagogen des zentralen Afrikas aus. Der Schwerpunkt dieser Arbeit ist die Einführung der gemeindenahen Rehabilitation und Inklusion der Kinder in die allgemeinen Schulen.“

Entwicklungshilfe in Afrika, so betont Bierbaum, heiße immer auch intellektuelle Entwicklungshilfe in und für Deutschland über das Thema Afrika, dem die afrikanische Wirklichkeit letztlich ex-trem fremd und unbekannt sei. „Dies war immer auch ein Stück Mitarbeit an der Integration unserer afrikanischen Mitbürger in unsere Gesellschaft.“

So habe der Verein auf seinen Festen aufgeklärt, Konferenzen gehalten, ein kleines ethnologisches Afrikamuseum aufgebaut und mittlerweile rund 80 Menschen aus der Region mit nach Afrika genommen und sie dort mit Landschaft, Kultur, Sitten und den Vereins-Aktionen – insbesondere im Rahmen ihrer Mitarbeit in den Projekten – vertraut gemacht. „Dadurch ist Afrika dem Kreis Heinsberg ein gutes Stück näher gekommen“, sagt der engagierte Vorsitzende.

Afrikameile war ein Erfolg

Bierbaum betont: „Unsere Afrikafeste haben uns aber auch afrikanisches Feiern näher gebracht. Als Erfolg verbucht der Verein die Afrikameile auf dem Stadtfest vor drei Jahren. Und dieses Jahr wird Ähnliches stattfinden, lautet doch das Motto des Stadtfestes: ,Afrika zu Gast in Heinsberg‘.“

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