Tanzgruppe BeeHive ist auf dem Weg zum Weltmeistertitel

Von: Daniel Gerhards
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Dem harten Training sei Dank: Die Choreographie der Tanzgruppe BeeHive sitzt. Die sieben Mädchen kämpfen am Sonntag in Österreich um den Weltmeistertitel im Hip-Hop-Tanz. Foto: Daniel Gerhards
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Sie hat die Mädchen auf ihren großen Auftritt bei der WM vorbereitet: Trainerin Franzi Wollitz. Foto: Daniel Gerhards

Erkelenz. Beim Training sieht es eigentlich schon so aus, als könne man gar nicht mehr viel verbessern. Wenn die sieben Mädchen ihre Schritte auf den Parkettboden der Tanzschule La Vida Loca in Erkelenz setzen, könnte man meinen, dass sie ihre Choreographie schon wie im Schlaf beherrschen. Aber sie feilen noch.

Die Bewegungen sollen noch synchroner, noch mehr auf den Punkt kommen, sagt Trainerin Franzi Wollitz. So geht es beim Training in den Wochen vor dem großen Auftritt der Tanzgruppe BeeHive meistens zu. „Wir beherrschen alle die Choreographie. In den letzten Wochen haben wir sie nur noch verfeinert. Wir haben noch an der Ausstrahlung gearbeitet. Das war eben der letzte Feinschliff“, sagt Celine Kruppa.

Die 13-Jährige ist Teil der Erkelenzer Gruppe BeeHive, die am Sonntag in Österreich um den Weltmeistertitel im Hip-Hop-Tanz kämpft (in der Kategorie „Small Groups Junior“).

Damit ist die Tanzgruppe in jedem Fall schon einmal an der Weltspitze angekommen. Großer Auftritt vor viel Publikum und fachkundiger Jury inklusive. Der Weg dorthin war zwar nicht sehr lang, aber doch hart.

Erst vor etwa zwei Jahren gab es ein Casting für diese Tanzgruppe. Knapp 50 Mädchen machten mit, die besten sieben schafften es ins Team, sagt Franzi Wollitz. 2015 holten sie dann den Titel bei der Westdeutschen Meisterschaft, im gleichen Jahr kamen sie beim RTL-Supertalent ins Halbfinale. Und in diesem Jahr qualifizierten sie sich mit ihrem dritten Platz bei den Deutschen Meisterschaften für die Weltmeisterschaft.

In dieser Zeit hätten sich die Mädchen, die alle 13 oder 14 Jahre alt sind, tänzerisch enorm verbessert, sagt Franzi Wollitz. „Das war eine Mega-Entwicklung. Die Mädels sind eng zusammengewachsen, sie sind ein ganz starkes Team“, sagt sie. Und die Choreographien, die sie noch vor ein oder zwei Jahren tanzten, seien mit der aktuellen gar nicht mehr zu vergleichen.

Das kommt nicht von ungefähr: Um so gut zu werden, haben sie hart trainiert. Am Wochenende oft drei Stunden am Stück. Es sei aber eben auch enorm wichtig, fit in den WM-Wettkampf zu gehen. Denn dann komme es auf Kleinigkeiten an, sagt Franzi Wollitz, die selbst schon einmal bei einer WM getanzt hat. „Alle Gruppen, die dabei sind, sind top. Da spielt bei der Bewertung auch der Geschmack der fünf Juroren eine Rolle“, sagt sie.

Die Erkelenzer Mädchen wollen in jedem Fall alles tun, um die Jury zu überzeugen: Eine schwierige Choreographie zeigen, synchron bleiben, eine gute Ausstrahlung haben – und zusammen ein tolles Bild auf die Bühne bringen. Klar ist aber: Wenn es um den Titel geht, wird es eng. Die starke Konkurrenz – zum Beispiel aus England, Polen und der Slowakei – will schließlich auch gewinnen.

Und was es noch schwieriger macht: Die Gruppen wissen vor ihrem Auftritt nicht, zu welchem Lied sie tanzen werden. Ein DJ legt auf, und wenn die Musik beginnt, können die Gruppen zwei Minuten lang zeigen, was sie drauf haben. Nur das Tempo der Musik ist vorgegeben.

Vorfreude und Nervosität sind in den vergangenen Wochen jedenfalls schon gleichermaßen angestiegen – vor dem großen Auftritt auf Weltniveau im Hip-Hop.

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