Tanz gegen Gewalt: Erkelenzerinnen beteiligen sich an Aktion

Von: Helmut Wichlatz
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Ute Eschweiler (vorne) hatte die Idee zum Tanz-Flashmob in Erkelenz. Spontan schlossen sich Zuschauerinnen an. Foto: Helmut Wichlatz

Erkelenz. Flashmob nennt man diese neue Form, auf Themen aufmerksam zu machen. Scheinbar aus dem Nichts versammeln sich Menschen im öffentlichen Raum und tun etwas, um auf etwas anders hinzuweisen. Die Videokanäle im Internet sind voll von entsprechenden Beispielen.

In Erkelenz fand am Mittwoch um Punkt 12.30 Uhr zum zweiten Mal ein angekündigter Flashmob statt, zu dem die Erkelenzer Frauenaktion (Efa) aufgerufen hatte.

Eine rund 20-köpfige Gruppe von zumeist in rot und schwarz gekleideten Frauen formierte sich auf dem Markt und legte los. Bereits vor einem Jahr hatten sich die Frauen zusammengefunden, um unter dem Motto „Erkelenz tanzt gegen Gewalt“ auf die internationale Aktion „One Billion Rising“ hinzuweisen. Das Thema ist brisant und allgegenwärtig: Gewalt gegen Frauen.

„Statistisch gesehen ist jede dritte Frau weltweit von Gewalt betroffen“, sagte Elke Bodewein von der Gleichstellungsstelle der Stadt Erkelenz. Mit dem Tanz-Flashmob wollen die Frauen das Thema ins Bewusstsein rücken. Die Idee für eines Flashmobs in Erkelenz stammt von Ute Eschweiler, die bei Efa auch Kurse für kreativen Tanz anbietet. Sie war in Mönchengladbach auf das Projekt gestoßen und brachte es mit nach Erkelenz.

Der Tanz war ebenso einfach wie einladend. Schnell hatte sich eine Gruppe Schaulustiger gebildet, Smartphones wurden gezückt und die Performance aufgezeichnet. Einige Frauen ließen sich auch von Eschweiler und den Tänzerinnen überreden und reihten sich ein.

Getanzt wurde zu dem Lied „Spreng die Ketten“ von Nicole Bornkessel und Monika Stengl. Am Rande des Flashmobs suchte Christel Paulzen von Efa das Gespräch mit den Frauen. Deren Feedback auf die Aktion sei durchweg positiv, sagte sie.

Nach einer halben Stunde war der Flashmob vorbei, das Transparent wurde eingerollt und CD-Spieler ausgeschaltet. Ebenso schnell, wie sie gekommen waren, verschwanden die Frauen wieder. Bis zum nächsten Jahr am Valentinstag.

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