Heinsberg-Randerath - Tango in Randerath: eine Hommage an Montevideo

Tango in Randerath: eine Hommage an Montevideo

Von: Utz Schäzle
Letzte Aktualisierung:
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Lateinamerikanische Rhythmen: Pablo Camora (Gitarre) und Gonzalo Gravina (Klavier) beim Tango-Konzertabend in der evangelischen Kirche Randerath.

Heinsberg-Randerath. Tangos, die aus der Seele des Menschen erzählen: Pablo Campora an der Gitarre und Gonzalo Gravina am Klavier haben in einem Konzert der Extraklasse die Zuhörer in der evangelischen Kirche Randerath verzaubert.

Die nun schon elfte Konzert-Tournee in Deutschland vom Tango-Duo „Got@n.uy“ aus Uruguay ist eine Abschiedstournee vom deutschen Publikum, da sich die beiden Künstler in den nächsten Jahren musikalisch mehr auf den lateinamerikanischen Kontinent konzentrieren wollen.

Im ersten Teil des Konzertes, das im Rahmen der Randerather Kirchenkonzerte stattfand, spielte das Duo hauptsächlich Titel der neuen CD „Tango del Uruguay“. Eine Hommage an Montevideo, die Hauptstadt Uruguays, in der der Tango vor allem als Konzertmusik in eigenen Arrangements interpretiert wurde: Tango als Kammermusik- oder Kammermusik als Tango. Durch die Stücke schwang die Sehnsucht nach der Heimat. Der Tango Uruguays, mal melancholisch, mal voller überschwänglicher Lebenslust, und dann wieder mit geballter Rhythmik, beschreibt musikalisch den Mythos und den Geist des südamerikanischen Lebensgefühls.

Im zweiten Teil des Konzertes war zu hören, dass der Tango mehr als nur eine Musikform ist. Dem exzellenten Duo gelang es, die Schönheit einer Musik auszudrücken, die von Land und Leuten, vom Lachen und Weinen, von der Einsamkeit der Menschen und vom heiß geliebten Leben erzählt. So hat sich in den Eigenkompositionen auch der Tango weiterentwickelt, und es hat sich gelohnt, einfach nur zuzuhören.

Pablo Campora mit der Gitarre und Gonzalo Gravina am Klavier improvisierten als Solisten. Dabei präsentierten sie sich als ausgezeichnete Tango-Interpreten. Souverän kombinierten sie Bekanntes – wie den Tango „La Cumparsita“ – mit Kompositionen von Astor Piazzola, dem Grandseigneur aus Montevideo.

Was Menschen innerlich bewegt, fand einen virtuosen Ausdruck im musikalischen Dialog der beiden Instrumentalisten. Nicht nur durch ihre hohe Musikalität und ihre einzigartige Fingerfertigkeit, sondern auch durch ihre Musik ist es ihnen gelungen, ihrem Randerather Publikum einen gelungenen Konzertabend zu bescheren.

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