Talentshow Open Stage: Mehr Tanz, Travestie und Kabarett

Von: Helmut Wichlatz
Letzte Aktualisierung:
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Sie stellten sich den kritischen Blicken und der Bewertung des Publikums: die Teilnehmer der Open Stage in der Leonhardskapelle und die Organisatoren Norbert Krüger und Frank Rimbach. Foto: hewi

Erkelenz. Mit neuen Künstlern und einem neuen Bewertungssystem meldeten sich Frank Rimbach und Norbert Krüger, die beiden Macher der Talentshow Open Stage, in der Leonhardskapelle zurück.

An Künstlern hatten sie einige Überraschungen mitgebracht, zum Beispiel den Ukulelenprediger Sam aus Berlin, der eigens für sein Gastspiel vor dem Erkelenzer Publikum angereist war. Er beherrschte nicht nur das seltene Instrument, sondern auch das verwirrende Spiel mit Worten, Gedanken und Ideen.

Weniger Musik, mehr Tanz

Aber auch sonst erwies sich das Abendprogramm als nicht so musiklastig wie in der ersten Staffel der Talentshow. Für ganz andere Unterhaltung sorgte Gräfin Henriette von Küppersbusch, ein Travestiekünstler aus Niederkrüchten. Aus Erkelenz stammte das Damentrio Tahia Bellydance, das mit farbenfrohen Kostümen und orientalischen Klängen aber vor allem mit viel nackter Haut auf sich aufmerksam zu machen verstand.

Bei so viel Kabarettunterhaltung war Musik dann doch nicht falsch. Und so konnte der Songwriter Alkeda Paskali mit seinen selbstgeschriebenen Liedern über Alltag, Liebe und Leid beim Publikum durchaus ebenso punkten wie der Essener Florian Grewert.

Rimbach und Krüger ließen es sich auch diesmal nicht nehmen, mit bekannten Stücken großer Liedermacher oder eigenen Texten zum Programm beizutragen. Dabei spielten sie natürlich in der Wertung keine Rolle. In der ersten Staffel war es üblich, dass ausgewählte Zuschauer Tafeln mit Punkten erhielten, die sie den Darbietungen nach eigenem Empfinden gaben. Das hatte in der Vergangenheit durchaus für Unverständnis gesorgt, weshalb sich Rimbach und Krüger ein neues System ausgedacht hatten. Und so wurden an sieben Zuschauer jeweils zehn Karten verteilt. Neu war aber, dass pro Bewerber jeweils die niedrigste und die höchste Punktzahl in der Gesamtwertung gestrichen wurden, um einen realistischen Mittelwert zu erzielen, wie Rimbach erklärte. Nach dem System landeten am Ende Henriette von Küppersbusch und der Ukulelenprediger im Stechen um den Sieg, wobei sich die männliche Adlige mit einer Interpretation von „Für mich soll‘s rote Rosen regnen“ dann durchsetzen konnte. Dem Sieger winkt auch kein goldenes Sieger-Shirt mehr, dafür eine Flasche Sekt und natürlich eine Karte fürs Jahresfinale.

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