Tafel ist für die nächsten 50 Jahre gewappnet

Von: hewi
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An die Erkelenzer Pfarrkirche Sankt Lambertus wurde jetzt das Kupferrelief „Denkmal der Gefangenen des Grenzlandes“ angebracht. Foto: Koenigs

Erkelenz. Der Turm von St. Lambertus hat nicht nur für die Erkelenzer eine besondere Bedeutung. Er überstand den vierten und schwersten Luftangriff auf Erkelenz am 23. Februar 1945, während der Rest der Kirche in Schutt und Asche gebombt wurde.

1951 wurde der Lambertiturm auf Initiative des damaligen Heimatvereins zum Denkmal für die Gefallenen des Grenzlandes erklärt. Nach dem Wiederaufbau von Turm und Kirche wurde beim 500. Turmjubiläum 1958 eine Gedenktafel am Portal der Kirche angebracht, die an die Gefallenen erinnert.

Die Tafel wurde von dem Kölner Metallbildhauer und Professor Josef Jaekel gestaltet. Der Drache, den der Erzengel niederringt, symbolisiert den „Ungeist des Krieges“, wie der Heimatvereinsvorsitzende Günther Merkens betonte.

Der Heimatverein hatte sich der im Laufe der Jahre arg in Mitleidenschaft gezogenen Tafel angenommen und sie fachmännisch restaurieren lassen. Der Zahn der Zeit und der Rost hatten schwer an ihr genagt, so dass die Inschrift kaum noch zu erkennen gewesen sei, so Pastor Werner Rombach.

Nach getaner Ertüchtigung, über die der Bildhauer Michael Franke und Dachdeckermeister und Ex-Prinz Bernd Schmidt gewacht hatten, wurde die Tafel unter Zuhilfenahme schweren Gerätes wieder an ihrer alten Stelle links vom Portal angebracht.

Rombach und Merkens lobten den „Bürgersinn“ Dinge anzupacken, wenn es nötig ist. So habe gerade St. Lambertus dieser Bereitschaft zum Engagement einiges zu verdanken. Allen voran der Turmhelm, für dessen Sanierung über 400 000 Euro gespendet worden waren. Die Kosten von rund 2500 Euro für die Sanierung der Tafel stammen von zwei Mitgliedern des Heimatvereins, die aber nicht öffentlich genannt werden wollen, wie Merkens betonte.

Die Tafel wurde gereinigt und von Patina befreit, wodurch auch die Inschrift wieder leichter lesbar ist. Sie ist nun in einen stabilen Edelstahlrahmen eingefasst und mit sechs Haken an der Mauer des Turmes befestigt. „Das sollte rund 50 Jahre halten“, erklärte Dachdeckermeister Schmidt optimistisch.

Zur neuen Gedenktafel gibt es auch einen neuen „Kleinen Kirchenführer“, mit Informationen über die Orgel, den Bau und die Kunstschätze der Kirche. Nachdem die alte Oberlinger-Orgel durch die Borschemicher Kirchenorgel ersetzt und der Marienleuchter restauriert worden war, musste eine neue Broschüre her, erläuterte Rombach. Auch hier sprang der Heimatverein ein. Willi Wortmann überarbeitete den „Kleinen Kirchenführer“. Nun liegt eine Auflage von rund 2000 Exemplaren vor.

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