Tafel aus der Krise herausgeführt

Von: anna
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Der Vorstand des Vereins Heinsberger Tafel nach der Neuwahl eines Teils ver Vorstandsmitglieder bei der diesjährigen Mitgliederversammlung. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Vier Posten im Vorstand mussten bei der Mitgliederversammlung der Heinsberger Tafel neu besetzt werden. Einstimmig in ihren Ämtern bestätigt wurden dabei Kurt Kornmesser als stellvertretender Vorsitzender, Geschäftsführer Heinz-Werner Küpper und Axel Schleicher als stellvertretender Schriftführer.

Neu im Vorstand ist Hans-Peter Bossems als Beisitzer. In Abwesenheit sei er am 10. Mai 2012, dem Todestag seines ehemaligen Kollegen Pfarrer Günter Rosenkranz, zum Vorsitzenden der Tafel gewählt worden, erklärte Pfarrer Sebastian Walde zu Beginn der Versammlung. „Es ist mir nicht leicht gefallen, die Bereitschaft zur Annahme dieser Wahl zu erklären, denn es war mir sehr bewusst, dass ich gegenüber dieser Aufgabe und diesem Ehrenamt vieles schuldig bleiben würde“, sagte er. Vor ihm habe die Herausforderung gelegen, zwei Pfarrstellen zu versorgen, zudem das ehrgeizige Projekt der Sanierung und Erweiterung der Christuskirche sowie viele andere kleine und große Projekte mehr.

Dank auch an die Ehrenamtler

Die Entscheidung, die Wahl dennoch anzunehmen, sei darin begründet gewesen, dass trotz intensiver Suche niemand bereit gewesen sei, diese Aufgabe zu übernehmen. „So entschied ich, dass die Verantwortungslosigkeit, ein Amt zu übernehmen, das man nicht ausfüllen kann, nicht so groß ist wie die Verantwortung, die ich zu tragen hätte, wenn die Tafel in Heinsberg ihre Pforten hätte schließen müssen.“

Sein Dank für Unterstützung und Entlastung ging daher an die übrigen Mitglieder des Vorstands, an die ehrenamtlichen Mitarbeiter und an die Mitglieder des Vereins. „Wir können gemeinsam stolz und dankbar sein, dass es gelungen ist, die Heinsberger Tafel aus der existentiellen Krise herausgeführt zu haben“, erklärte er.

Durch die Unterstützung des Freiwilligenzentrums sei es gelungen, die Gewinnung und Einarbeitung freiwilliger Helfer sinnvoll zu strukturieren. Weiterhin seien ausreichend Spenden eingegangen, um den Betrieb der Tafel sicherzustellen.

Dringend notwendig sei jedoch die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs für die Tafel. „Eine große Herausforderung. Wir hoffen auf breite Unterstützung“, schloss Walde nicht ohne zu bemerken, das steigende Bedarfe in der Verteilung ein Beleg für die Notwendigkeit der Heinsberger Tafel seien.Auch Sozialamtsleiter Wolfgang Paulus würdigte die Arbeit der Heinsberger Tafel. In einer Zeit fortschreitender Anonymität der Gesellschaft hätten bedürftige Menschen hier die Möglichkeit, persönliche Kontakte zu knüpfen. So sei die Tafel auch ein soziales Zentrum.

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