Hückelhoven - Tafel-Angebot nun an zentraler Stelle

Tafel-Angebot nun an zentraler Stelle

Von: kalauz
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Die Hückelhovener Tafel ist jetzt als wirtschaftliche Einheit zentral am Freiheitsplatz in Hückelhoven untergebracht. Foto: kalauz
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Dort werden neben den Lebensmitteln jetzt auch Haushaltswaren und Bekleidung abgegeben. Foto: kalauz
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Sigrid Remkes ist für diesen Bereich verantwortlich. Rund 120 Quadratmeter groß ist ihr neues „Reich“ am Freiheitsplatz. Foto: kalauz

Hückelhoven. Jeder weiß das aus eigener Erfahrung: Die allermeisten in unserer Gesellschaft haben eigentlich mehr, als zum Überleben gebraucht wird. Auch Lebensmittel gibt es im Überfluss – und dennoch herrscht bei vielen Menschen Mangel.

Ehrenamtliche Helfer der Tafeln sammeln diese überschüssigen Lebensmittel im Handel und bei Herstellern ein und verteilen sie gegen eine symbolische Münze an Langzeitarbeitslose oder Menschen, deren Arbeitseinkommen kaum für den Lebensunterhalt ausreicht.

Die Hückelhovener Tafel gibt es seit 2005. Und sie ist jetzt zentriert an einer Stelle untergebracht: am Freiheitsplatz gegenüber von Schacht 3. „Wir haben zusätzlich zu den bereits bestehenden Räumen für die Lebensmittelausgabe weitere Gebäudeteile anmieten können“, sagt Heinz-Josef Schmitz, Leiter des Hückelhovener Sozialamtes. Dadurch werden am Freiheitsplatz neben den Lebensmitteln jetzt einmal in der Woche auch Haushaltswaren an Menschen abgegeben, die eben nicht im Überfluss leben.

„Wir waren bisher in Millich im ehemaligen Ledigenheim mit unseren Haushaltswaren untergebracht“, sagt Sigrid Remkes, die für diese Sparte der Hückelhovener Tafel zuständige ehrenamtliche Helferin, als sie durch die neuen Räumlichkeiten führt.

Hier werden künftig auf rund 120 Quadratmetern an jedem Mittwoch von 14 bis 17 Uhr von Schuhen und Bekleidung über Töpfe und Geschirr bis hin zu Schmuck und Bildern Dinge angeboten, die zum täglichen Leben gehören wie Obst und Brot. Wie auch bei den Lebensmitteln – die für einen Euro abgegeben werden – gelte auch dafür ein symbolischer Preis, sagt Sigrid Remkes: „Zehn Kleidungsteile für fünf Euro, zehn Teile Haushaltswaren für 3,50 Euro, ein Schmuckteil, also eine Kette oder sowas, für einen Euro.“ Die Sachen im Angebot stammen entweder aus Spenden, aus Haushaltsauflösungen oder auch schon mal aus Geschäftsauflösungen.

„60 bis 70 ehrenamtliche Mitarbeiter“ hat die Hückelhovener Tafel heute, sagt Krimhild Witges. Sie ist 1. Vorsitzende des Vereins, dessen Schirmherrschaft Hückelhovens Bürgermeister Bernd Jansen übernommen hat. „Gebt uns die Zeit, die ihr habt. Damit werben wir um Mitarbeiter, und das hat bisher gut gepasst“, sagt sie. Ja, man könne weitere Mitarbeiter gebrauchen: „Vor allem Männer, die die Sachen transportieren und auch tragen können, suchen wir noch.“

„Es ist gut, dass wir das Angebot der Tafel jetzt als wirtschaftliche Einheit an einer zentralen Stelle im Stadtgebiet konzentriert haben, die auch sehr gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist“, sagt der Heinz-Josef Schmitz.

Für die Stadt war die Möglichkeit der Anmietung der Räume am Freiheitsplatz ein Glücksfall, denn dadurch wurde im ehemaligen Ledigenheim in Millich Platz geschaffen, den man momentan dringend braucht: „Wir können dort jetzt Asylbewerber, die uns in den vergangenen Wochen vermehrt zugeteilt worden sind, unterbringen“, so der Sozialamtsleiter.

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