Symposium in der Stadthalle: Herz-Experten tauschen sich aus

Von: hewi
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Erkelenz. „Von konservativ bis operativ“ – unter diesem Titel steht das diesjährige Symposium für Kardiologie. Dazu laden wieder das Hermann-Josef-Krankenhaus und die Ärztekammer Nordrhein sowie die Fortbildungsakademie Kardiologie am Mittwoch, 13.4., ab 16 Uhr in die Stadthalle ein.

Es ist das 14. Symposium, zu dem der Chefarzt der Erkelenzer Kardiologie, Dr. Klaus-Dieter Winter, und seine Kollegen einladen.

Mit mehr als 100 Fachteilnehmern aus Medizin und Rettungswesen stelle das Erkelenzer Kardiologie-Symposium schon eine Hausnummer dar, betont Winter. Das erste Symposium wurde noch gemeinsam mit den Kollegen von der Gastroenterologie ausgerichtet. Doch schon damals habe man festgestellt, dass beide Richtungen mehr Raum für ihre Themen benötigen, erläutert Winter. Seitdem finden beide Symposien getrennt voneinander statt.

Viele Besucher nutzen die Teilnahme am Kardiologietag auch als Teil ihrer Fortbildung. Entsprechend bekannt sind die Referenten in Medizinerkreisen. Das Programm enthält unter anderem Vorträge zur Katheterablation von Herzrhythmusstörungen, Fettstoffwechselstörungen oder ein „Tavi-Prozedur“ genanntes Verfahren in der Herzchirurgie.

Dabei handelt es sich um eine interventionelle Form der Therapie bei Aortenklappenstenose. Auch diesmal wird nicht nur über die Chirurgie gesprochen. Denn ab 18.45 Uhr wird wieder ein Eingriff unter der Leitung von Christian Memmesheimer im Herzkatheterlabor des Hermann-Josef live auf die Leinwand der Stadthalle übertragen. Das Programm ist anspruchsvoll und vor allem auf dem neuesten Stand der Zeit. Dafür sorgt Winter schon weit im Voraus bei seinen Besuchen auf anderen Symposien und Veranstaltungen, wo er Fachreferenten einlädt.

Die Erkelenzer Kardiologie genießt bundesweit einen guten Ruf. Trotzdem verweist Winter auf stagnierende Zahlen. Diese seien der Bettenkapazität geschuldet, führt er aus. „Ich sehe kaum noch Wachstumschancen, wenn die Bettenverteilung so bleibt“, erklärt er. Seit drei Jahren steht ihm ein Kontingent von 60 Betten zur Verfügung. Im dritten Quartal 2015 wies die Kardiologie in Erkelenz eine Verweildauer von 5,8 Tagen auf.

Ambulant behandelte die Erkelenzer Kardiologie im vergangenen Jahr rund 6190 Patienten. Der Attraktivität als Aus- und Fortbildungsstätte tue dies keinen Abbruch, sagt Winter. Im vorigen Jahr erhielt die Klinik für Kardiologie die Anerkennung als Fortbildungsstätte zur Zusatzqualifikation „Spezielle Rhythmologie“ und gehört nun zu den fünf Prozent der rund 2000 Krankenhäuser in Deutschland, an denen die Qualifikation erlangt werden kann.

Das 15. Kardiologie-Symposium wird am 20. Mai 2017 stattfinden.

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