SV Niersquelle vor großen Herausforderungen

Von: sie
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Ende einer Ära: Peter Hoffmann (3.v.r.) hat sein Amt als Geschäftsführer des SV Niersquelle Kuckum nach 50 Jahren in jüngere Hände gegeben. Vorsitzender Thomas Portz lobte Hoffmanns vorzüglichen Einsatz. Foto: Royal

Erkelenz-Kuckum. Für die 51 Mitglieder des SV Niersquelle Kuckum, die zur Jahreshauptversammlung ins Pfarrheim gekommen waren, wurde es ein langer, aber sehr informativer Abend. In den Mittelpunkt rückte zunächst Peter Hoffmann, der sonst lieber im Hintergrund arbeitet.

 Nach 50 Jahren legte Hoffmann das Amt des ersten Geschäftsführers in jüngere Hände. Eduard Meinzer, Vorsitzender des Fußballkreises Heinsberg, würdigte die langjährige Tätigkeit. Erst zum dritten Mal zeichne man im Fußballkreis eine Person aus, die sich in besonderem Maße über viele Jahrzehnte um den Fußball verdient gemacht habe. Er überreichte Hoffmann ein Bild.

Thomas Portz, Vorsitzender des SV Niersquelle Kuckum, nannte unter anderem Bodenständigkeit, Loyalität und Enthusiasmus als herausragende Eigenschaften, die Peter Hoffmann auszeichnen. Portz überreichte einen gut gefüllten Präsentkorb, die Mitglieder spendeten stehend Beifall. Hoffmann erinnerte daran, dass er in 50 Jahren mit nur drei Vorsitzenden zusammengearbeitet hätte: Helmut Clever, Hardy Beckers und Thomas Portz. Die Kontinuität zeichne den Verein aus.

Sportlich gut aufgestellt

Die erste Mannschaft des SV Niersquelle bekommt ab dem 1. Juli einen neuen Trainer. Jörg Pufahl (53), derzeit Co-Trainer beim Bezirksligisten DJK/VfL Giesenkirchen und früher Spieler unter anderem beim Rheydter SV, 1. FC Viersen und bei Jülich 10, wird Nachfolger von Axel Malchow. Portz betonte, dass Malchow, der eigentlich über die vereinbarten zwei Jahre hinaus weitermachen wollte, mit der Entscheidung einverstanden sei.

Unter Malchows Regie wurden die Kuckumer in der vergangenen Saison Vizemeister der Kreisliga A und verpassten den Aufstieg nur um 19 Tore. „Lob an Trainer und Mannschaft“, sagte Portz. Derzeit ist man Dritter. „Eine hervorragende Platzierung angesichts der großen Verletzungsmisere.“ Mit Malchow haben die Kuckumer nur eines von 31 Heimspielen verloren. 99 Prozent der Spieler haben bereits ihre Zusage für die kommende Saison gegeben. „Bewundernswert bei unseren Möglichkeiten“, so Portz.

Die zweite Mannschaft, die vom Vorsitzenden betreut wird, ist mit sieben Punkten Vorsprung Halbzeitmeister der Kreisliga C 1. Der Vorsitzende verwies auf die mannschaftliche Ausgeglichenheit bei 22 eingesetzten Spielern. Die Mannschaft solle entscheiden, ob sie aufsteigen will. Dazu werde man sich nach fünf Rückrundenspielen zusammensetzen.

Chronologisch aufgelistet hatte Peter Hoffmann die wichtigen Ereignisse im letzten Geschäftsbericht seiner Amtszeit. Beim Gespräch mit der Stadt Erkelenz sei den Kuckumern am neuen Standort nach der Umsiedlung ein Kunstrasenplatz, ein Aschenplatz, mit dem man aber nicht einverstanden ist, und der Rohbau eines Vereinsheims zugesichert worden.

Thomas Portz hatte wenig Verständnis dafür, dass es nach dem Gespräch nicht mehr weiter gegangen sei. Ein halbes Jahr später habe er noch einmal daran erinnert, aber keine Rückmeldung bekommen. Geärgert hatte sich der Vorsitzende über den Vandalismus am Sportplatz. Es passte ihm nicht, dass von anderen Vereinen noch nicht einmal eine Antwort auf den Wunsch von Spielverlegungen komme. Und er monierte auch, mit welchen Mitteln Vereine versuchten, Spieler abzuwerben.

„Finanzchef“ Johannes Borgs hatte ein sattes Plus zu verkünden. Eine zusätzliche Einnahmebeteiligung am Oktoberfest wird als feste Rücklage in den Bau des Vereinsheims gesteckt.

„Es wird ein anstrengendes Jahr für den Vorstand“, sprach Portz die Ausrichtung des Nierspokalturniers (auf dem Feld und in der Halle) und das 90-jährige Bestehen an. In Sachen neues Vereinsheim seien alle gefordert. Es könnte sich über fünf bis sechs Jahre hinziehen. Das wird Portz, der seine Amtsjahre sieben bis neun angeht, mit einer verjüngten Vorstandsmannschaft tun.

Die Besetzung: 2. Vorsitzender Bernd Kradepohl (für Dennis Kurth); 1. Kassierer Johannes Borgs; 2. Kassiererin Simone Küppers; 1. Platzkassierer Franz Görtz; 2. Platzkassierer Theo Esser; 1. Geschäftsführer Lukas Storms (für Peter Hoffmann); 2. Geschäftsführerin Sandra Müllers; 3. Geschäftsführerin Hannelore Nägler; Platzwart Patrick Zurmahr (für Hans Bierganns); Jugendleiter Holger Günther (für Markus Storms). Als Beisitzer wurden Dennis Kurth, Michael Lambertz, Stefan Borgs, Horst Waskow und Peter Hoffmann gewählt.

Mit Erreichen des 80. Lebensjahres wurden Werner Josef Kaumanns, Lorenz Kopp und Walter Felten zu Ehrenmitgliedern ernannt.

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