Wassenberg-Effeld - SV Adler Effeld: „Stolz, ein Teil der Adler-Familie zu sein“

SV Adler Effeld: „Stolz, ein Teil der Adler-Familie zu sein“

Von: Anna Petra Thomas
Letzte Aktualisierung:
12330039.jpg
Ganz kräftig sangen auch die Jüngsten im Verein vom Team „Motor Laufrad“ schon mit, als für sie auf der Bühne des Vereinslied „des Adlers“ angestimmt wurde. Foto: Anna Petra Thomas
12330036.jpg
Schirmherr Erwin Staas erinnerte an Meilensteine der Geschichte des Vereins. Foto: Anna Petra Thomas

Wassenberg-Effeld. Eigene Fanschals und jede Menge Fähnchen in Schwarz und Grün zierten die Effelder Bürgerhalle beim Festbankett anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Fußballclubs SV Adler Effeld. Vorsitzender Dirk Schmitz freute sich über den guten Besuch der Veranstaltung. „Ich bin stolz, teil der Adler-Familie zu sein“, betonte er, bevor er einen Überblick über die aktuellen sportlichen Leistungen im Verein gab.

„Selbst ein kleiner Verein mit sechs Jugendmannschaften und einer Seniorenmannschaft braucht nicht nur eine intakte, sondern auch eine große Familie, um die vielfältigen Aufgaben erfolgreich zu bewältigen“, resümierte er.

Eine Antwort auf die Frage, warum der Verein den seltenen Namen „Adler“ trägt, suchte Schirmherr Erwin Staas in seiner Rede. „Ich glaube, die Gründer wurden geleitet von den grausigen Geschehnissen und Wirren des Ersten Weltkrieges“, so seine Hypothese. „Sie wollten den Bürgern von Effeld eine Wertvorstellung für eine bessere Zukunft mit in die Wiege legen.“

Nach altem Glauben blicke der Adler beim Aufsteigen direkt in die Sonne, was als Sinnbild des Aufstieges angesehen werde. Staas blickte zurück zum Ende des Ersten und des Zweiten Weltkrieges. „Aber wie es so im Leben ist, Armut, Krankheit und Hoffnungslosigkeit schweißen zusammen“, erklärte er. „Gerade im Sport und hier insbesondere im Fußballsport zeigt sich immer wieder dieser Trend.“ Und so sei der Adler schon bald danach wieder zu den besten Mannschaften des damaligen Fußballkreises Heinsberg aufgestiegen. „Er wurde zu einer Spitze im Westen.“

„Der Adler“ sei zu einem Begriff, einer Institution, dar einer gesellschaftlichen Einrichtung geworden. Nicht zuletzt nannte Staas als Beispiel die englischen Soldaten aus der Kaserne in Rothenbach, die ab den 1960er Jahren in Effeld spielten, sich als Freunde ins Dorfleben integrierten. „Tony, give me den Ball“ oder „Jupp tritt the corner!“ seien da nur zwei der gängigen Redewendungen auf dem Platz gewesen.

Nicht zuletzt sei die Melodie des berühmtesten Trinkliedes die gleiche gewesen wie die der britischen Nationalhymne. „Ohne die genau Zahl zu kennen, dürften in den sechziger bis in die achtziger Jahre mehr als 50 englische Fußballer den Adler auf der Brust getragen haben“, so Staas. „Genauso glaube ich behaupten zu können, dass in keinem westdeutschen Club so viele enge und menschliche Beziehungen mit englischen Soldaten geknüpft wurden wie hier in Effeld.“

Noch einmal erinnerte der Schirmherr an das gesellschaftliche Engagement des Vereins, etwa als Mitorganisator des Spargelfestes, aber auch an die sportlichen Erfolge, die bis in die Landesliga reichten.

Weitere Grußworte sprachen Bürgermeister Manfred Winkens, Manfred Peggen als stellvertretender Vorsitzender des Stadtsportverbands, Ortsvorsteher Alexander Staas, Pfarrer Thomas Wieners und Ewald Schmitz, Vorsitzender des Interessengemeinschaft Effelder Vereine. In zwei Blöcken hielt auch Moderator Dr. Gerd Thissen noch einmal Rückschau auf die Vereinsgeschichte. Musikalisch engagierten sich das Trommler- und Pfeiferkorps, der Musikverein und Chorgemeinschaft St. Georg Wassenberg-Unterstadt und St. Martinus Steinkirchen-Effeld.

Dass sich „der Adler“ um seine Zukunft nicht sorgen muss, zeigten vor allem die jungen Mitglieder des Vereins, die auf der Bühne das Vereinslied sangen. „Schwarz und grün sind Wiese, Wald und Flur, schwarz und grün ist uns´re Fußballgarnitur“, klang es da aus vielen kleinen Kehlen, sehr zur Freude der Gäste im Saal.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert